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Wasserdicht, wasserabweisend, wasserfest

Ein kleiner Unterschied, der eine Menge ausmacht

© Salomon

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie: Das 1x1 der Regenbekleidung


Wenn dich auch Regenwetter nicht von deinem Lieblingssport abbringen kann, benötigst du einen guten Nässeschutz. Equipment- oder Bekleidungshersteller werben hier vor allem mit den Bezeichnungen wasserfest, wasserdicht und wasserabweisend – doch worin liegt der Unterschied? Hier erfährst du, worauf du beim Kauf deiner geeigneten Regenausrüstung achten solltest, und genießt mit passendem Equipment auch bei Schmuddelwetter die Natur in vollen Zügen.


Was ist der Unterschied zwischen wasserabweisend, wasserdicht und wasserfest?

Wasserfest, wasserabweisend und wasserdicht beschreiben alle, dass du trocken bleibst, oder? So einfach ist es beim Kauf deiner Outdoor-Ausrüstung leider nicht. Wenn du dich schon mal über deine angeblich wasserbeständige Kleidung geärgert hast, die den Regen doch zuverlässig bis zur Haut durchgelassen hat, dann weißt du bereits aus der Praxis, warum der kleine, aber feine Unterschied so wichtig ist. Zwischen wasserfest, wasserabweisend und wasserdicht gibt es in Bezug auf die Nässebeständigkeit einige Unterschiede.

Wie hoch die Schutzwirkung gegen Nässe bzw. Feuchtigkeit wirklich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
  • Aus welchem Material besteht die Ausrüstung?
  • Wie dicht ist der Stoff gewebt?
  • Wurde das Material zusätzlich imprägniert?
  • Welchen Belastungen muss der Stoff standhalten?
  • Sind Nähte & Zipper versiegelt?

Hieraus ergibt sich, wie lange du bei leichtem Niesel, kurzem Schauer oder andauerndem Starkregen trocken bleibst, denn auch, wenn ein paar Tropfen beim Gassigehen verkraftbar sind, kann durchnässte Kleidung auf der Mehrtages-Trekkingtour verheerend sein. Bei der Wahl deiner Ausrüstung solltest du deshalb in jedem Fall sichergehen, dass sie zu deinen Bedingungen passt – egal, ob wasserfest, wasserabweisend oder wasserdicht.

© Salomon

Wann ist Kleidung wasserfest?

Ist deine Ausrüstung wasserfest, bietet sie von Natur aus einen gewissen Nässeschutz. Der Stoff ist so dicht gewebt, dass Wasser nicht sofort hindurchdringt, eine Imprägnierung oder anderweitige Schutzbeschichtung ist nicht zwingend notwendig. Wasserfeste Stoffe sind ideal für deinen Alltag, einen nebeligen Morgen oder leichte Regenschauer, aber sie schützen nicht dauerhaft, wenn der Regen stärker wird oder länger anhält.

Was bedeutet wasserabweisend?

Wasserabweisendes Material ist mit einer Oberfläche versehen, an der Regenwasser wie an einem Lotusblatt abperlt. So kann Nässe zunächst nicht durch den Stoff hindurchdringen.

Wird ein Kleidungsstück als dauerhaft wasserabweisend bezeichnet, so ist es durch eine chemische oder thermische Behandlung imprägniert. Eine gängige Methode hierfür ist ein Durable Water Repillent Finish, auch DWR genannt

Wird ein Kleidungsstück als wasserabweisend ausgewiesen, schützt es bereits besser als in der Wasserfest-Ausführung. Leider bedeutet das aber immer noch nicht, dass du und deine Haut dauerhaft trocken bleiben. Regnet es länger oder stärker, können auch wasserabweisende Materialien mit der Zeit durchweichen. Dasselbe gilt, wenn auf deine Kleidung Druck ausgeübt wird.

Was bedeutet wasserdicht?

Du lässt dich auch von längerem, starkem Regen nicht unterkriegen oder brennst für den Wintersport? Dann reicht wasserfest oder wasserabweisend als Eigenschaft nicht aus. Stattdessen ist wasserdichte Bekleidung ein Muss für dich. Hier besteht kaum eine Chance, nass zu werden – vorausgesetzt, du hast die wasserdichte Jacke im entscheidenden Moment auch wirklich an und nicht bloß im Rucksack oder Kleiderschrank.

Wasserdichtes Material verfügt laut deutscher Norm über eine Druckbeständigkeit von mindestens 13.000 Millimetern Wassersäule. Es hält dich auch bei längerem, stärkerem Regen anhaltend trocken und ist ideal, wenn du auf längeren Trekking- oder Hiking-Touren ein dauerhaft trockenes Gefühl behalten möchtest. Denn so verhinderst du nicht nur die nächste Erkältung, sondern auch unangenehme Scheuerstellen, die unter durchnässter Kleidung leicht entstehen.

Dauerhaft wasserdicht ist Kleidung dann, wenn sie zusätzlich über regenundurchlässige Nähte und Reißverschlüsse verfügt. Das wird durch Versiegeln, Verschweißen oder Tapen erreicht.
© Salomon

Ob deine Ausrüstung wasserdicht oder doch bloß wasserabweisend oder wasserfest sein muss, hängt vor allem von der Dauer und Intensität des Regens ab, dem du während deiner Unternehmungen ausgesetzt bist. Hier gibt es regional und saisonal große Unterschiede, die du bei der Kleiderwahl berücksichtigen solltest.

Nach europäischer Norm EN 343:003 werden für die Begriffe wasserfest, wasserabweisend sowie wasserdicht auch Anspruchskategorien vergeben: Hier entspricht wasserfest der Kategorie 1 mit dem niedrigsten Anspruch, wasserabweisend Kategorie 2 mit mittlerem Anspruch und wasserdicht Kategorie 3 mit dem höchsten Anspruch.

In dieser Tabelle findest du noch einmal alle Begriffe auf einen Blick zusammengefasst:
MaßstabBezeichnungPerfekt für:
Bis Wassersäule 8000 mmwasserfest
(Kategorie 1)
  • spontane kurze & leichte Regenschauer, Nieselregen oder Nebel
  • Alltag und Urban Outdoor
Ab Wassersäule 8000 mmwasserabweisend
(Kategorie 2)
  • wechselhaftes Wetter und leichten bis mittelstarken Regen
  • Regen-Back-up für kurze und Halbtagestouren
Ab Wassersäule 13.000 mmwasserdicht (Kategorie 3)
  • dauerhaften, starken Regen
  • ausdauernde Fahrrad-, Hiking- oder Trekkingtouren & Wintersport

Theoretisch so weit, so gut – wie trocken du in der Praxis allerdings wirklich bleibst, hängt außerdem von einem zweiten Faktor ab: dem Druck, dem deine Kleidung während der Benutzung ausgesetzt ist. Je größer die Belastung des Stoffes ausfällt, desto höher sollte auch die Wassersäule ausfallen.


Wie die Wassersäule die Wasserbeständigkeit beeinflusst

Ist es dir schon einmal passiert, dass du eine wasserdichte Hose oder Jacke gekauft hast und am Ende des Tages dennoch nass am Ziel angekommen bist? Dann hat eventuell die Wassersäule nicht zu deiner Aktivität gepasst. Denn wie in den meisten Fällen heißt wasserdicht nicht gleich wasserdicht.Du kannst aber ganz einfach prüfen, ob deine Funktionskleidung noch dicht ist. Dazu lässt du ein paar Tropfen Wasser über die Kleidung laufen. Perlt das Wasser ab, ist die Regenkleidung noch in Ordnung. Zieht es aber in den Stoff ein, dann ist es Zeit, du musst die DWR Imprägnierung reaktivieren oder erneuern.

Die hydrostatische Wassersäule gibt an, welchem Druck die benetzte Kleidung standhält, bevor Wasser durch sie hindurchdringen kann. Je höher die Wassersäule, desto geringer ist die Wasserdurchlässigkeit unter hohem Druck – und umso länger hält die Kleidung dich trocken.

Druck kann durch Bewegung, starken Wind oder Gepäck sehr schnell entstehen, etwa wenn du schweres Gepäck auf den Schultern trägst oder auf einem nassen Stein Platz nimmst. Beziehst du deine gewohnten Aktivitäten in die Auswahl deiner wasserdichten Ausrüstung ein, dürfte allerdings nichts mehr schiefgehen.

Diese Richtwerte sind ein guter Anhaltspunkt für deine Kleiderwahl:

  • 1.000 mmWS: für Schirme, Zelttücher & Planen ohne Belastung
  • 1.300 mmWS: für Rucksäcke
  • 5.000 mmWS: für Zelte & Zeltböden
  • 10.000 mmWS: für Regen- & Skijacken ohne Rucksackbelastung
  • 15.000 mmWS: für Regen- & Skihosen
  • 20.000 mmWS: für Jacken mit großer Rucksackbelastung

Mit einer hohen Wassersäule bist du also besonders flexibel, was deine Aktivitäten und das Mitnehmen von Gepäck angeht – das greifen auch viele Bekleidungs- und Equipmenthersteller auf, denn die Wasserbeständigkeit der Materialien nimmt dank weiterentwickelter Technologien stetig zu. So verfügen viele Bekleidungsstücke mittlerweile bereits standardmäßig über eine hohe Wassersäule.

Du kannst nun also schon genau einschätzen, welche Ausrüstung für dich infrage kommt. Je besser die Kleidung Nässe von außen abhält, desto wichtiger wird allerdings auch, wie trocken die Kleidung dich von innen hält.


© Salomon

Wasserfest, wasserabweisend oder wasserdicht – die Atmungsaktivität ist entscheidend

Die beste Regenkleidung bringt nichts, wenn du statt in Regentropfen im tropfenden Schweiß badest. Denn wenn wir ehrlich sind, ist es dann egal, welche Nässe dich durchweicht. Je beständiger die Kleidung Regen abhält, desto wichtiger wird deshalb auch eine gute Atmungsaktivität. Ist Kleidung atmungsaktiv, kann Wasserdampf nach außen entweichen und du bleibst auch bei anstrengenderen Aktivitäten angenehm trocken.

Die Atmungsaktivität wird entweder als MVTR-Wert (in g/m²/24h) oder als RET-Wert (<4 bis 8 gilt als extrem atmungsaktiv) gemessen.

Ist deine Bekleidung wasserfest, weist sie meist noch eine natürliche Atmungsaktivität auf – besonders, wenn sie natürliche Materialien wie Baumwolle enthält. Wird Bekleidung hingegen wasserabweisend oder sogar wasserdicht imprägniert, verringert das auch die natürliche Dampfdurchlässigkeit erheblich. In diesem Fall solltest du besonders auf Technologien mit guten Werten achten, wie zum Beispiel die Gore-Tex-Active- oder Dermizax-NX-Reihen.

Outdoor-Kleidung mit Gore-Tex Active oder Dermizax-NX Technologie

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© Salomon

Wie wird wasserbeständige Kleidung gepflegt?

Damit wasserdicht auch wasserdicht und wasserabweisend auch wasserabweisend bleibt, ist die richtige Pflege entscheidend. Ist Bekleidung wasserfest, kann sie oft sogar regulär in der Waschmaschine mitgewaschen werden. Das macht die Wasserfest-Ausführung besonders praktisch im Alltag oder für kleinere Touren, denn sie bietet einen moderaten Schutz bei kleinstmöglichem Pflegeaufwand.

Eine Imprägnierung hingegen bleibt nur wasserdicht oder wasserabweisend, wenn du sie artgerecht pflegst: Aggressive Waschmittel oder Waschzusätze wie Weichspüler sind hier eindeutig der falsche Weg. Stattdessen halten ein sanftes Flüssigwaschmittel oder sogar Spezial-Outdoor-Waschmittel dein Equipment intakt. Drehe die Wäsche auf links, wasche bei niedrigen Temperaturen und verzichte im besten Fall auch auf den Schleudergang – und auch auf den Trockner.

Lesetipps:

Weist die Bekleidung Flecken auf, behandelst du diese am besten vor der Wäsche. Schließe außerdem alle Reißverschlüsse, um den Stoff vor Beschädigung zu schützen.

Beachte für genauere Hinweise zur Wäsche immer das Pflege-Etikett. Imprägnierungen kannst du in regelmäßigen Abständen auch selbst auffrischen. So bleibt dein Regenschutz auch nach längerer Nutzung noch genauso wasserfest, wasserabweisend oder wasserdicht wie am ersten Tag.


Das Wichtigste auf einen Blick – deine Checkliste

  • Wasserfeste, wasserabweisende und wasserdichte Kleidungsstücke unterscheiden sich durch ihre Nässebeständigkeit
  • Wasserfeste Eigenschaften: Wassersäule bis 8.000 mm; gut für Nieselregen, Nebelspaziergänge und den Alltag geeignet
  • Wasserabweisende Eigenschaften: Wassersäule ab 8.000 mm; dauerhaft abweisend bei stärkeren Regenschauern und ideal für Outdoor-Abenteuer
  • Wasserdichte Eigenschaften: Als wasserdicht bezeichnet man Kleidungsstücke ab einer Wassersäule von 13.000 mm aufwärts; perfekt für dauerhaft intensiven Regen und ausgedehnte Touren
  • In Bezug auf die Regenbeständigkeit gilt also: wasserfest < wasserabweisend < wasserdicht

Fazit: Passender Schutz sorgt für längere Outdoor-Freude

Mit dem passenden Regenschutz hält dich in Zukunft nichts mehr auf. Je nachdem, für welches Outdoor-Erlebnis dein Herz schlägt, benötigst du einen abgestimmten und angemessenen Regenschutz. Je höher die Wassersäule bei deinem Kleidungsstück ausfällt, desto besser und länger wirst du auch bei hohen Belastungen geschützt und umso wichtiger wird auch die Atmungsaktivität.

Für bestmöglichen Regenschutz wählst du wasserdichte Ausrüstung mit hoher Wassersäule sowie undurchlässigen Nähten bzw. Reißverschlüssen. Die hoch entwickelten Technologien haben allerdings auch ihren Preis. Benötigst du hingegen einen pflegeleichten und universellen Alltagsbegleiter für die Arbeit oder kleinere Spaziergänge, bist du auch mit einer wasserfest oder wasserabweisend ausgestatteten Ausrüstung gut beraten.