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Softshell

Der Alleskönner unter den Funktionsmaterialien?

© VAUDE

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie: Das 1x1 der Regenbekleidung


Fast jeder Outdoorfan besitzt eine Softshell-Jacke und diese avanciert nicht selten zum Lieblingsstück, weil sie so bequem und praktisch ist. Doch warum ist das so? Wir erklären im Folgenden, inwiefern sich Softshell-Material genau von Hardshell und Fleece unterscheidet, woraus es sich zusammensetzt, wie es sich am besten kombinieren lässt und wofür sich in welcher Situation welche Art von Softshell am besten eignet – und wo es Einschränkungen gibt.


Softshell ist seit seiner Markteinführung gegen Ende der 1990er Jahre aus dem Outdoorsport und auch aus dem winterlichen Alltag nicht mehr wegzudenken. Überaus beliebt wegen seines breiten Einsatzspektrums und hohen Tragekomforts ist Softshell aber nicht gleich Softshell. Wir geben einen Einblick in die mittlerweile komplexe Welt der Softshell-Produkte.

Definition: Was ist Softshell genau?

Der Begriff Softshell, oder besser „soft shell“ bedeutet aus dem Englischen übersetzt so etwas wie „weiche Außenhaut“. Dies weist bereits auf die weiche Oberfläche hin, die auch für viel Tragekomfort sorgt, und grenzt das Material vom festen Hardshell ab. Dennoch ist auch Softshell außen robust und recht wetterbeständig. Das Material besteht allerdings mindestens aus zwei fest miteinander verbundenen Schichten. Es beinhaltet in der Regel auch eine weiche, isolierende, feuchtigkeitsableitende und luftdurchlässige Innenschicht und meist auch eine Membran oder Beschichtung, um Wasser- und Winddichtigkeit zu erhöhen.

Eigenschaften Softshell Material
Softshell wird in der Regel aus synthetischen Fasern hergestellt. © VAUDE

Woraus besteht Softshell und was sind seine Eigenschaften?

In den meisten Fällen werden bei Softshell synthetische Fasern wie Polyamid (PA), Polyester (PES) oder Polypropylen (PP) verwendet. Viele Marken bieten mittlerweile Softshell-Bekleidung an, deren Polyesteranteil aus bis zu 100 % recyceltem Material besteht. Auch sind heutzutage viele Beschichtungen PFC-frei. Möchtest du ein möglichst schadstofffrei und verantwortungsvoll hergestelltes Produkt finden, dann verwende einfach unsere Nachhaltigkeitsfilter links auf der Übersichtsseite, beispielsweise für Softshell-Jacken .

Softshell hält dich schön warm, weil es isolierend und wind- sowie wasserabweisend ist. Gleichzeitig schützt es dich vor dem Überhitzen bei sportlichen Aktivitäten, weil es sehr atmungsaktiv und feuchtigkeitsabweisend ist. Außerdem ist es recht leicht und durch die weiche, elastische Beschaffenheit gestattet es dir viel Bewegungsfreiheit. Diese wird noch verstärkt, beispielweise wenn eine Softshell-Jacke verschiedene Zonen mit punktgenau angepassten Materialeigenschaften hat. So sind Partien unter den Armen beispielsweise dünner, atmungsaktiver und dehnbarer, während die Schulterpartie robuster gestaltet ist – für den Fall, dass du einen Rucksack tragen möchtest. Softshell-Kleidung ist in den meisten Fällen nicht wasserdicht, hält aber einem kurzen Regenschauer oder längerem Nieselregen stand.


Worin unterscheidet sich Softshell von Hardshell und Fleece?

Während sich eine Hardshell-Jacke oder -Hose ganz klar ausschließlich als Außenschicht eignet, ist das Fleece zum Unterziehen bei Aktivitäten in der Kälte gedacht. Kleidung aus Softshell liegt quasi dazwischen, denn sie kann, je nach Wetter und Materialbeschaffenheit, als dritte Schicht, also Außenhülle, oder, wenn es sehr nass und kalt ist, als mittlere Bekleidungsschicht unter einer Hardshell-Jacke getragen werden. Durch die weiche Textur bei gleichzeitiger Basiswetterbeständigkeit vereint sie das Beste aus beiden Welten.

Hardshell ist in der Regel komplett wasserdicht. Es besteht meist aus einem gewebten Oberstoff, der auf eine wasserdichte Membran oder mikroporöse Beschichtung laminiert wird. Bei ausgewiesener Hardshell-Regenbekleidung sind auch die Nähte und Reißverschlüsse wasserdicht versiegelt. Das feste Gewebe und die Wasserdichtigkeit gehen allerdings zu Lasten der Atmungsaktivität und des Tragekomforts. Zwar sind die wasserdichten Membranen und Beschichtungen des Hardshells auch atmungsaktiv, indem sie keine Regentropfen hinein- aber Wasserdampf, der durch schweißtreibende Aktivitäten entsteht, hinauslassen. Ist aber die Außentemperatur zu hoch und/oder bildet sich zu viel Schweiß durch sehr intensive Aktivitäten, lässt die Atmungsaktivität nach, denn die Schweißtropfen sind zu groß, um die Membran von innen nach außen zu durchdringen.

Auch die wärmende, weiche und feuchtigkeitsregulierende Innenschicht fehlt bei Hardshell. Letztere sorgt bei Softshell auch für den hohen Tragekomfort, vor allem auch direkt auf der Haut. Eine Regen- oder Hardshell-Jacke verursacht ein kaltes, hartes Hautgefühl – auch wenn die Regentropfen draußen gehalten werden, fühlt es sich unangenehm kalt und sogar nass auf der Haut an. Manche Menschen stören sich auch in dem „Geraschel“, das Hardshell verursacht.

Hier hingegen punktet Softshell. Softshell-Kleidung ist in den meisten Fällen „nur“ außen mit einer DWR-Beschichtung (durable water repellent = dauerhaft wasserabweisend) oder einem dichten Gewebe versehen. Dazu kommt eventuell noch eine leichte, windabweisende Membran, die viel atmungsaktiver und elastischer als eine wasserdichte Membran ist, starken Niederschlägen aber nicht lange standhält. Dafür hat Softshell eben eine weichere Oberfläche, was für einen höheren Tragekomfort und mehr Bewegungsfreiheit sorgt. Durch die Elastizität kann das Material auch körpernaher geschnitten werden. Außerdem ist Softshell in der Regel leichter und besser komprimierbar als Hardshell, so hast du bei deiner sportlichen Aktivität auch noch Gewicht und Packvolumen eingespart. Es wärmt auch durch die gefütterte Innenseite.

Fleece wiederum ist schön kuschelig weich und warm, allerdings darf es nicht winterlich kalt und windig sein oder regnen, wenn du es als Außenschicht trägst. Eigentlich macht es sich am besten über dem Funktionsunterhemd und unter der wetterfesten Außenschicht. Fleece findet, neben Velours, aber auch als Innenschicht in Softshell-Kleidung Platz und wird bei Softshell-Hybridprodukten beispielsweise auch an der Rückenpartie verwendet, was das Bekleidungsstück noch atmungsaktiver und komfortabler macht.


Aufbau und Lagen: Welche Arten von Softshell gibt es?

Die klassische Softshelljacke besteht aus zwei oder drei Materialschichten. Bei dreilagigem Softshell befindet sich außen der robuste, oft DWR-beschichtete und dadurch wasserabweisende Oberstoff. Als Mittelschicht dient eine wasserdampfdurchlässige und winddichte Membran, beispielsweise GORE Windstopper, The North Face Apex ClimateBlock oder Marmot M2. Als Innenschicht fungiert Fleece oder Velours für die Wärmeisolation und die Feuchtigkeitsableitung. Diese Art von Softshell ist nicht komplett wasserdicht, aber wärmend, atmungsaktiv sowie winddicht und wasserabweisend.

Je nachdem, wie die Membran (auch Laminat genannt, wenn alle Stoffe miteinander verbunden sind) beschaffen ist, gibt es mittlerweile aber auch wasserdichte Typen von Softshell, was dann aber mehr oder weniger zu Lasten der Atmungsaktivität und Elastizität geht. Wasserdichte Membranen sind beispielsweise GORE-TEX, Mammut DRYtech, Marmot M1, The North Face Apex WeatherBlock oder PolartecPowershield Pro. Du siehst, die Grenzen zwischen Soft- und Hardshell können verschwimmen. Um ein Kleidungsstück zu 100 Prozent wasser- und winddicht zu machen, müssen auch die Nähte und Reißverschlüsse versiegelt sein.

Eine hohe Atmungsaktivität haben im Umkehrschluss zweilagige Softshells ohne Membran, wobei der Wetterschutz in Form einer wasser- und windabweisenden Oberflächenbeschichtung und/oder einer sehr dichten Webart (z.B. Doppelgewebe) besteht. Diese können etwas Nieselregen, den einen oder anderen kurzen Schauer und nicht allzu starken Wind aushalten, starke Unwetter allerdings nicht.

Generell gilt, dass alle Oberflächenbehandlungen und -beschaffenheiten von Softshell-Bekleidung robust, abriebfest und schmutzabweisend sind, du kannst damit also auch mal mit einem Gebüsch in Konflikt geraten, ohne gleich deine Softshell-Jacke zu zerreißen, was bei einer dünnen Regen- oder Windjacke gerne mal passiert.

In dieser Tabelle findest du eine Übersicht der unterschiedlichen Typen und Qualitäten von Softshell:
KonstruktionDreilagiges SoftshellZweilagiges Softshell
ObermaterialStoff/Gewebe: robust, abriebfest, schmutz- und wasserabweisend (DWR)Stoff/Gewebe: robust, abriebfest, schmutz- und wasserabweisend (DWR)
InnenmaterialFleece/Velours, fest laminiert mit Oberstoff und MembranFleece/Velours, fest laminiert mit Oberstoff
ZwischenschichtMembrankeine
EigenschaftenJe nach Membran/Beschichtung:
  • Wasserdicht oder wasserabweisend Winddicht
  • Atmungsaktiv
  • Moderat elastisch
  • Isolierend/wärmend, auch durch Winddichtheit
  • Wasserabweisend (DWR)
  • Windabweisend
  • Atmungsaktiv und luftdurchlässig
  • Elastisch
  • Isolierend/wärmend durch Innenmaterial
EinsatzzweckAußenschichtäußere oder mittlere Schicht

Softshell-Produkte
Softshell wird vor allem bei Jacken verwendet, findet sich aber auch bei Hosen, Handschuhen und Westen. © VAUDE

Welche Softshell-Produkte gibt es?

Am bekanntesten und am meisten genutzt sind Softshell-Jacken, denn dabei handelt es sich allgemein gesprochen um ein Produkt, das sich in unseren Breitengraden auch im Alltag von Herbst bis Frühjahr in 80 bis 90 Prozent aller Fälle gut eignet, um einigermaßen warm und trocken zu bleiben. Softshell findet sich aber genauso gut bei Handschuhen, Hosen und Westen – natürlich mit denselben Eigenschaften. Diese Produkte, vor allem die Hosen, sind besonders für Wandernde und Kletterfans interessant, denn sie verbringen viel Zeit draußen und wissen auch an den Beinen wetterfeste sowie atmungsaktive Materialien, die ihnen viel Bewegungsfreiheit und Tragekomfort bieten, sehr zu schätzen.

Wie lässt sich Softshell am besten kombinieren? Je nach Wetter und Aktivität trägst du Softshell am besten als zweite oder dritte Schicht. Zweilagiges Softshell ohne Membran eignet sich perfekt als mittlere Schicht über einem Fleece oder Baselayer und unter einer wasserdichten Hardshell-Jacke oder Regenhose, vor allem, wenn es wie aus Eimern schüttet und heftig stürmt. Dreilagiges Softshell kann, besonders in der wasserdichten Version, auch als Außenschicht über mehreren Schichten Funktionsmaterialien getragen werden.

Bei welchen Aktivitäten punktet welche Art von Softshell am meisten?

Je schweißtreibender die Aktivität, desto eher kannst du auf eine Membran verzichten bzw. desto wind- und wasserdampfdurchlässiger sollte deine Softshell-Bekleidung sein. Ideal sind hier Hybrid-Softshells, die beispielweise an der Front wind- und wasserdicht sind, an anderen Stellen aber luftdurchlässiger und elastischer, damit du dich besser bewegen und Feuchtigkeit abgeben kannst. Wenn es nicht allzu nass, kalt und windig draußen ist und die Sportart, wie Radfahren oder Joggen, nicht zu viele Pausen beinhaltet, ist hier tatsächlich zweilagige Softshell-Kleidung ohne Membran besser. Das gilt auch fürs Wandern bei gemäßigten Temperaturen und trockenem Wetter.

Ist das Wetter unbeständig und du musst auch mit Regen rechnen, willst aber nur EINE Jacke dabeihaben, dann ist die dreilagige Softshell-Jacke mit wasserdichter Membran die beste Wahl. Gehst du allerdings schon bei Kälte, Sturm und Regen aus dem Haus und es gibt keine Aussicht auf Wetteränderung, wähle liebe eine wasserdichte Hardshell- oder Regenjacke und zieh eventuell noch eine zweilagige Softshell-Jacke oder ein Fleece darunter.

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Die Vorteile und Funktion von Softshell-Kleidung auf einen Blick

Sind Softshell-Jacken wasserdicht? In den meisten Fällen nicht hundertprozentig und das ist oft auch nicht nötig. Die Aufgabe einer Softshell-Jacke ist es, dich bei Wind und Wetter warm und einigermaßen trocken von außen – aber vor allem auch von innen zu halten. Deshalb ist Softshell in der Regel atmungsaktiver als Hardshell und durch das weiche Innenfutter ähnlich isolierend und feuchtigkeitsregulierend wie Fleece. Das elastische Obermaterial bietet dir viel Bewegungsfreiheit. Der ideale Temperaturbereich für eine Softshell-Jacke liegt, je nach Empfinden, zwischen 7 und 18 Grad Celsius und das ist es doch, was wir auf unserem Breitengrad die meiste Zeit antreffen. Du bekommst EINE Jacke für fast alles, für Wolkenbrüche gibt es die Regenbekleidung.

Vorteile von Softshell
Zwar ist Bekleidung aus Softshell nicht hundert Prozent wasserdicht, dafür punktet das Material aber mit anderen Eigenschaften. © VAUDE

Softshell-Pflege - so geht's

Wenn du die Pflege deiner Softshell-Kleidung richtig angehst, kannst du helfen, die Lebensdauer der oben erwähnten körperklimaregulierenden Funktionen des Materials zu erhalten. Generell gilt aber, nur so oft wie nötig und so wenig wie möglich waschen. Ein Grund für die Wäsche sind Salzrückstände oder unangenehmer Geruch durch starkes Schwitzen und sehr grobe Verschmutzungen. Kleine oder hartnäckige Flecken lassen sich schon mit einem Schwamm und etwas Spezialwaschmittel plus Wasser (vor)behandeln. Oft reicht schon ein Auslüften bei Gerüchen.

Waschen

  • Immer die Herstellerhinweise auf der im Kleidungsstück befindlichen Waschanleitung beachten. In den meisten Fällen wird der Schonwaschgang empfohlen.
  • Wer keine Waschanleitung findet und hundertprozentig sicher gehen will, wäscht kalt und verzichtet auf das Schleudern.
  • Vor dem Waschen alle Reiß- und Klettverschlüsse schließen, Kordelzüge öffnen und die Bekleidungsstücke auf links ziehen.
  • Niemals Weichspüler verwenden.
  • Nur flüssiges Feinwaschmittel oder Spezialwaschmittel für Softshell verwenden, damit die Poren des Materials nicht verstopfen und der Wetterschutz sowie die Atmungsaktivität wiederhergestellt/beibehalten werden können.
  • Mindestens ein Drittel Platz in der Trommel lassen, damit gut durchgespült werden kann
  • Nur auf niedriger Stufe schleudern (siehe Herstellerempfehlungen, meist 800 Umdrehungen) und zum Trocknen auf die Leine hängen, allerdings nicht in die pralle Sonne.
  • Manche Softshell-Produkte dürfen in den Trockner (Waschetikett prüfen).

Imprägnieren - Reaktivierung

Hat deine Softshell-Bekleidung eine DWR-Imprägnierung, leidet diese beim Waschen und bei intensiver Nutzung. Die Imprägnierung lässt sich aber nach den ersten Wäschen mittels Wärme auffrischen – sofern die chemische Zusammensetzung der Imprägnierung das zulässt. Auch hier ist es dringend notwendig, das Etikett zu befragen. Zur Wärmebehandlung eignen sich das Schonprogramm des Trockners, das Bügeleisen oder der Föhn.

Neu-Imprägnierung

Irgendwann ist aber auch diese Reaktivierungsmöglichkeit der Imprägnierung ausgeschöpft und deine Softshell-Bekleidung muss neu imprägniert werden. Diesen Zeitpunkt erkennst du, wenn Wassertropfen nicht mehr von der Kleidung abperlen, sondern in den Oberstoff einziehen. Bestenfalls hast du zwar noch eine Membran als Wasserschutz, aber die Atmungsaktivität ist dann kaum noch vorhanden.

Zum Imprägnieren gibt es spezielle Sprays zum Auftragen auf die Außenschicht des gewaschenen Kleidungsstücks oder Mittel zum Einwaschen. Viele dieser Produkte sind mittlerweile PFC-frei. Je nachdem, für welches Imprägniermittel du dich entscheidest, folge einfach den Anweisungen auf der Verpackung, denn die Vorgehensweise kann sich unterscheiden.


Checkliste: Das musst du über Softshell wissen

  • Klassisches Softshell ist nicht 100 % wasserdicht, sondern nur wasserabweisend, beispielsweise durch eine DWR-Beschichtung.
  • Klassisches Softshell ist atmungsaktiver als Hardshell, weil es meist nur stark windabweisend und luftdurchlässig ist, und eignet sich daher sehr gut zum Outdoorsport.
  • Klassisches Softshell ist elastischer als Hardshell, weil es auf wasserdichte Membranen verzichtet oder diese nur winddicht und dampfdurchlässig sind.
  • Es gibt Sonderformen des Softshells, meist in dreilagiger Konstruktion, welche komplett wind- und wasserdicht sind. Diese büßen aber an Atmungsaktivität und Dehnbarkeit ein.
  • Klassisches Softshell ist innen mit Fleece oder Velours gefüttert, was für Isolation, Tragekomfort und Feuchtigkeitsmanagement sorgt.
  • Klassisches Softshell reicht bei 80 - 90 % der Wetterverhältnisse in Mitteleuropa vollkommen für Outdooraktivitäten aus.
  • DWR-beschichtetes Softshell muss von Zeit zu Zeit nachbehandelt werden und das Beachten der Pflegeanleitung beim Waschen verlängert die Funktionalität dieser Kleidungsstücke enorm.

Fazit

Nicht so unflexibel und „raschelig“ wie Hardshell und bei weitem nicht so wind- und wasserdurchlässig wie Fleece. Dennoch warm und weich und in den meisten Fällen ausreichend wetterfest sowie atmungsaktiv: Das ist Softshell, das perfekte Material für deine Outdooraktivitäten, besonders wenn du nicht bei extremen Wetterbedingungenunterwegs bist.