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PFC-freie Outdoorbekleidung und -ausrüstung

Was du darüber wissen musst

© Fjällräven

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie: Das 1x1 der Regenbekleidung


Die Outdoor-Branche setzt zunehmend auf PFC-freie Produkte. Aber was bedeutet das genau? In diesem Artikel erfährst du alles Wissenswerte über PFCs, ihre Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit und welche Alternativen es bei Outdoor-Bekleidung und -Ausrüstung gibt.

PFCs: Was steckt dahinter und was bedeutet PFC-frei?

PFCs, oder per- und polyfluorierte Chemikalien, sind eine große Gruppe von Chemikalien, die aufgrund ihrer wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften in vielen Produkten des täglichen Lebens, einschließlich Outdoor-Bekleidung und -Ausrüstung, verwendet werden. Sie werden häufig verwendet, um Materialien vor Nässe und Verschmutzung zu schützen. PFC-frei bedeutet, dass ein Produkt keine PFCs enthält, was sowohl für die Umwelt als auch für die Gesundheit besser ist, da sich PFCs in der Umwelt anreichern und potenzielle Gesundheitsrisiken darstellen können.

Welche Auswirkungen haben PFCs auf Mensch und Umwelt?

PFCs sind sehr langlebig, reichern sich in der Umwelt an und sind schwer abbaubar. Dadurch gelangen sie in die Nahrungskette und können sich im menschlichen Körper anreichern. Einige PFCs wurden als potenziell gesundheitsschädlich eingestuft, da sie mit verschiedenen Gesundheitsproblemen wie Schilddrüsenstörungen, erhöhten Cholesterinwerten und Störungen des Immunsystems in Verbindung gebracht werden. Aus ökologischer Sicht sind PFCs problematisch, da sie die Wasserqualität beeinträchtigen, die Tierwelt schädigen und das Gleichgewicht von Ökosystemen stören können. Daher gewinnt das Thema PFC-freie Produkte immer mehr an Bedeutung, um die negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu reduzieren.

Wo werden PFCs hauptsächlich in Outdoor-Bekleidung und -Ausrüstung eingesetzt und warum?

Fluorcarbone werden in der Outdoor-Branche hauptsächlich eingesetzt, um Bekleidung und Ausrüstung wasser- und schmutzabweisend zu machen.

Sie werden vor allem zur Herstellung von funktionellen Beschichtungen und Imprägnierungen verwendet. Diese sorgen beispielsweise dafür, dass Regenjacken, Wanderhosen und Zelte bei nassem Wetter trocken bleiben und gleichzeitig atmungsaktiv sind.

Die wasserabweisenden Eigenschaften von PFC sorgen dafür, dass Wasser von den Materialien abperlt und so die Haltbarkeit und Funktionalität der Produkte erhöht wird.

© Fjällräven

Neue Wege: PFC-freie Alternativen

Die Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von PFCs auf Gesundheit und Umwelt haben dazu geführt, dass Unternehmen der Outdoor-Branche zunehmend PFC-freie Alternativen entwickeln. Hier sind einige bemerkenswerte Entwicklungen in diesem Bereich:

PFC-freie Imprägnierung

Im Laufe der Zeit sind verschiedene Imprägnierungen auf den Markt gekommen, die wasser- und schmutzabweisende Eigenschaften ohne den Einsatz von PFCs bieten. Diese Alternativen basieren häufig auf biobasierten oder synthetischen Polymeren und bieten dennoch die wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften, die für Outdoor-Aktivitäten entscheidend sind.

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PFC-freie Materialien

Einige Hersteller experimentieren mit Materialien, die von Natur aus wasserabweisend sind, ohne PFCs zu benötigen.

Zu den natürlichen Materialien mit wasserabweisenden Eigenschaften gehört beispielsweise Merinowolle, deren Fasern aufgrund ihrer Struktur und der natürlichen Lanolinbeschichtung in der Lage sind, Feuchtigkeit abzuweisen. Weitere umweltfreundliche Optionen sind Stoffe auf der Basis pflanzlicher Polymere wie Cellulose, die aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz oder Bambus gewonnen werden.

Innovationen in der Textiltechnologie ermöglichen es, solche Materialien mit hoher Atmungsaktivität und Strapazierfähigkeit zu entwickeln, ohne die Umwelt zu belasten. Sie bieten damit die Möglichkeit, sowohl bei der Bekleidung als auch bei der Ausrüstung auf umweltfreundliche und gleichzeitig leistungsfähige Alternativen zurückzugreifen.

PFC-freie Produkte

PFC werden häufig in Outdoor-Ausrüstung verwendet, um Materialien wasser- und schmutzabweisend zu machen. Bei Rucksäcken, Zelten und Schlafsäcken kann dies bedeuten, dass die Außenhülle oder das Obermaterial mit PFC behandelt wurde, um die Ausrüstung vor den Elementen zu schützen und die Lebensdauer des Produkts zu erhöhen.

In den letzten Jahren bieten jedoch immer mehr Hersteller PFC-freie Alternativen an. Bekannte Hersteller sind Patagonia, Vaude oder Fjällräven.

Einige dieser Hersteller verwenden beispielsweise umweltfreundliche Materialien wie biobasierte Polymere oder pflanzliche Stoffe und setzen auf PFC-freie Imprägnierungen auf Silikon- oder Wachsbasis, um wasser- und schmutzabweisende Eigenschaften zu gewährleisten, ohne die Umwelt oder die menschliche Gesundheit zu gefährden.

PFC-freie Produkte finden: Tipps und Tricks

Um PFC-freie Outdoor-Bekleidung und -Ausrüstung zu finden, kannst du auf folgende Hinweise achten:

  • Zertifizierungen: Achte auf Zertifikate wie den "bluesign"-Standard oder das "Oeko-Tex"-Siegel, die auf PFC-freie Produkte hinweisen.
  • Produktbeschreibungen: Informiere dich in der Produktbeschreibung über die verwendeten Materialien und Imprägnierungen.
  • Herstellerinformationen: Besuche die Websites der Hersteller, um mehr über deren Umweltengagement und die Verwendung von PFC-freien Technologien zu erfahren.
  • Fachhändler: Frag bei Outdoor-Fachhändlern nach PFC-freien Produkten und lass dich beraten.

Diese Marken bieten PFC-freie Angebote

Einige bekannte Outdoor-Marken haben bereits den Schritt zu PFC-freien Produkten gewagt. Einige davon stellen wir hier vor:

Patagonia

Der US-amerikanische Hersteller Patagonia ist für sein Umweltengagement bekannt und bietet eine breite Palette an PFC-freier Outdoor-Bekleidung und -Ausrüstung an.

VAUDE

Das deutsche Unternehmen Vaude hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 komplett auf PFCs zu verzichten und setzt dabei auf umweltschonende Materialien und Produktionsprozesse. So verwendet Vaude beispielsweise das umweltfreundliche Material Eco Finish, das auf einer PFC-freien Imprägnierung basiert. Zudem setzt das Unternehmen auf nachhaltige Materialien wie Bio-Baumwolle und recyceltes Polyester und engagiert sich aktiv für soziale und ökologische Standards in der Produktion.

Jack Wolfskin

Die deutsche Marke Jack Wolfskin stellt ihre Produkte ab 2020 zu 100 Prozent PFC-frei her. Der Hersteller setzt beispielsweise auf Materialien und Technologien wie das Texapore Ecosphere Material, das komplett PFC-frei ist und dennoch wasserabweisende Eigenschaften bietet.

Fjällräven

Der schwedische Outdoor-Spezialist Fjällräven hat sich der Entwicklung von PFC-freien Produkten verschrieben. Dabei setzt das Unternehmen auf innovative Materialien wie das eigene Eco-Gewebe G-1000, das aus recyceltem Polyester und Bio-Baumwolle hergestellt wird. Dieses Material ist nicht nur robust und langlebig, sondern auch wasserabweisend und atmungsaktiv. Neben Bekleidung bietet Fjällräven auch PFC-freie Rucksäcke und Zelte als Alternative zu konventionellen Produkten an.

Mammut

Der Schweizer Hersteller Mammut hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 PFC-frei zu produzieren und bietet derzeit PFC-freie Produkte wie Rucksäcke, Schlafsäcke und Kletterseile an. Darüber hinaus hat das Unternehmen eine eigene Technologie namens "Dry Technology" entwickelt, die ohne den Einsatz von PFC wasser- und schmutzabweisende Eigenschaften bietet. Die PFC-freie Imprägnierung wird bei einigen Produkten, wie z.B. der Eiger Extreme Kollektion , eingesetzt.


Fazit 

Immer mehr Hersteller sind bestrebt, ihre Produktion auf PFC-freie Verfahren umzustellen. Dies klingt zwar einfach, ist aber in der Praxis komplex, da nur wenige Outdoor-Hersteller ihre gesamte Produktpalette in eigenen Fabriken herstellen. Fertige Stoffe werden oft von Partnerunternehmen weiterverarbeitet, wobei Verfügbarkeit und Produktionskapazitäten Barrieren darstellen. Große Stoffhersteller verarbeiten PFC-haltige und PFC-freie Produkte, was zu Verunreinigungen führen kann. Das Umweltbundesamt hat Handlungsempfehlungen für einen schrittweisen PFC-Ausstieg veröffentlicht, so dass gesetzliche Regelungen die Hersteller zum Umdenken bewegen werden.

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PFC-frei - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wo werden PFCs hauptsächlich eingesetzt?

PFCs werden hauptsächlich als wasser- und schmutzabweisende Imprägnierung in Textilien, Outdoorbekleidung und -ausrüstung eingesetzt.

Warum sind PFCs bedenklich für die Gesundheit und Umwelt?

PFCs sind langlebig, bauen sich nur langsam ab und können sich im Körper anreichern. Sie stehen im Verdacht, das Immunsystem, die Leber und die Fortpflanzungsorgane zu beeinträchtigen. Zudem schädigen sie Ökosysteme und verringern die Artenvielfalt.

Wie erkenne ich, ob ein Produkt PFC-frei ist?

Achte auf Zertifikate, Produktbeschreibungen und Informationen des Herstellers oder frage bei Fachhändlern nach.

Welche Alternativen zu PFC gibt es?

Es gibt PFC-freie Imprägnierungen auf Basis von Silikonen oder Wachsen sowie Materialien wie Bio-Baumwolle, Hanf oder recycelte Kunststoffe, die umweltfreundlicher sind.

Sind PFC-freie Produkte genauso funktional wie herkömmliche Outdoor-Produkte?

PFC-freie Produkte können in vielen Fällen mit herkömmlichen Produkten mithalten, allerdings können Eigenschaften wie Wasser- und Schmutzabweisung je nach Material und Imprägnierung variieren. PFC-freie Alternativen sind jedoch auf dem Vormarsch und stellen eine umweltfreundlichere Alternative dar.

Ist GORE-TEX PFC-frei?

Gore-Tex hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2023 PFC-frei zu sein. Bislang hat Gore-Tex eine Produktlinie namens "GORE-TEX INFINIUM™ mit ECO BIONIC Finish", die PFC-frei ist. Bei anderen Gore-Tex-Produkten ist in der Produktinformation nachzulesen, ob sie PFC-frei sind.

Ist Dermizax PFC-frei?

Dermizax , eine wasserdichte und atmungsaktive Membran, wird vom Hersteller, der japanischen Firma Toray, als PFC-frei beworben. Bei der Herstellung von Dermizax-Produkten können jedoch je nach Marke und Modell unterschiedliche Imprägnierungen und Materialien verwendet werden. Es ist daher ratsam, die jeweiligen Produktinformationen zu überprüfen, um sicherzustellen, dass das gesamte Produkt PFC-frei ist.