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Atmungsaktivität bei der Regenjacke

Darauf solltest du achten

© Columbia

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie: Das 1x1 der Regenbekleidung


Du möchtest auf deiner Tour weder im Regen duschen noch in deinem eigenen Schweiß baden? Dann ist Atmungsaktivität bei deiner neuen Regenjacke besonders wichtig. Erfahre hier, was Atmungsaktivität wirklich ausmacht und wie du die beste Jacke für deine Anforderungen findest.


Wenn du durch das Regenjacken-Produktsortiment stöberst, spielen Komfort und Wettertauglichkeit entscheidende Rollen – schließlich möchtest du nicht nur ans Ziel kommen, sondern die Natur in vollen Zügen genießen. Besonders bei deiner Regenjacke trägt Atmungsaktivität maßgeblich dazu bei, ob deine Haut endlich durchatmen kann – und mit ihr auch du.

Was bedeutet atmungsaktiv?

Die Atmungsaktivität eines Stoffes sagt aus, wie diffusionsoffen er ist, oder etwas verständlicher ausgedrückt: Bei der Atmungsaktivität geht es darum, wie gut ein Stoff Wasserdampf vom Körper weg und nach außen abtransportieren kann.

Die Atmungsaktivität wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst:
  • Wie dicht ist der Stoff gewebt?
  • Welche Materialien werden verwendet?
  • Gibt es zusätzliche Imprägnierungen?
  • Ist der Stoff regen- oder winddicht?

Je atmungsaktiver ein Stoff ist, desto besser und trockener fühlt er sich an. Ist beispielsweise eine Regenjacke besonders atmungsaktiv, wirst du in ihr weitaus weniger schnell und intensiv schwitzen als in anderen Modellen. Der Grund: Die verdunstende Feuchtigkeit kann bei einer atmungsaktiven Regenjacke ohne großen Widerstand nach außen entweichen, die Haut wird sofort gekühlt und es wird weniger Schweiß produziert.

Lässt die Regenjacke hingegen keinen Wasserdampf nach außen durch – ist sie also nicht atmungsaktiv –, stauen sich Luftfeuchte und Temperatur im Jackeninneren immer weiter an. Dein Körper versucht, das entstandene Ungleichgewicht durch weiteren Schweiß zu regulieren. Das Ergebnis: Die Innenseite des Stoffes durchweicht allmählich und die Funktions-Regenjacke ist irgendwann von innen genauso nass wie von außen.


© Columbia

Wie wird Atmungsaktivität bei Outdoor-Textilien gemessen?

Um bei einer Regenjacke oder anderer Outdoor-Bekleidung die Atmungsaktivität zu messen, gibt es zwei grundlegende Methoden: die Messung der Durchlässigkeit mit dem MVTR-Test und die Messung des Wasserdampfdurchgangswiderstands nach dem RET-Verfahren.

Die MVTR-Methode

Der MVTR-Wert (in der Langform Moisture Vapor Transmission Rate) beschreibt, wie viel Wasserdampf innerhalb von 24 h durch eine Stofffläche von einem Quadratmeter hindurchdringt – er wird deshalb mit der Größe g/m²/24h angegeben. Je größer diese Zahl ausfällt, desto diffusionsoffener ist der Stoff beschaffen und umso trockener bleibt dein Körperklima im Laufe des Outdoor-Vergnügens. Das bedeutet: Je höher der MVTR-Wert, desto besser fällt die Atmungsaktivität der Regenjacke aus.

High-End-Modelle der Outdoor-Bekleidung erreichen bei der MVTR-Messung Spitzenwerte von bis zu 40.000 g/m²/24h. Allgemein gilt ein Kleidungsstück aber bereits ab 10.000 g/m²/24h als sehr atmungsaktiv. Ein Nachteil des MVTR-Tests ist, dass es keine eindeutig definierten Testbedingungen gibt. Die Atmungsaktivität ein und derselben Regenjacke kann also bereits bei leicht veränderten Laborbedingungen sehr verschieden ausfallen.

Die RET-Methode

Mit dem RET-Wert (Resistance of Evaporation of a Textile) wird die Widerstandskraft eines Stoffes gemessen. Wird diese Messmethode angewendet, solltest du also einen möglichst niedrigen Wert anstreben, denn je weniger Widerstandskraft dem Wasserdampf entgegensteht, desto leichter kann die feuchte Luft hindurchdiffundieren.

RET-Werte werden in m²/Pa/W angegeben, auch wenn oft nur die Zahl angegeben wird. Zur Messung des RET-Wertes gibt es zwei Institutionen: die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA sowie das Institut Hohenstein. Beide messen mit gleicher Methode, stufen die Ergebnisse aber unterschiedlich ein.

Tabelle: Atmungsaktivität bei Outdoor-Textilien - die MVTR- und RET-Methode
AtmungsaktivitätMVTRRET-Wert HohensteinRET-Wert EMPA
extrem atmungsaktiv15.000–40.000 g/m²/24h<6 m²/Pa/W<4 m²/Pa/W
sehr atmungsaktiv10.000–15.000 g/m²/24h6–13 m²/Pa/W4–8 m²/Pa/W
atmungsaktiv3.000–10.000 g/m²/24h13–20 m²/Pa/W9–20 m²/Pa/W
kaum / nicht atmungsaktiv0–3.000 g/m²/24h>20 m²/Pa/W>21 m²/Pa/W

Wenn du eine Regenjacke oder Hose kaufst, solltest du dennoch das Gesamtpaket im Auge behalten. Auch wenn die Atmungsaktivität ein wichtiges Feature ist, weichen die Messwerte im Labor und in der freien Wildbahn oft erheblich voneinander ab. So zum Beispiel durch wechselnde Luftfeuchte, Temperatur oder Luftdruck, dein Bewegungslevel und die Belastung durch Gepäck oder Wind.


Atmungsaktiv auch bei hoher Wassersäule

Eine gute Atmungsaktivität deiner Regenjacke ist immer wichtig – besonders aber, wenn sie zudem über eine hohe Wassersäule verfügt. Die Wassersäule ist ein Richtwert dafür, welchem Druck deine Regenjacke ausgesetzt werden kann, ohne dass sich Regenwasser oder Schnee bis zur Innenseite des Stoffes durchdrückt. Je höher die Wassersäule ausfällt, desto weniger durchlässig ist er gegen Nässe von außen.

Eine wasserfeste Regenjacke schützt dich weniger gut als eine wasserabweisende Jacke. Am längsten bleibst du aber mit einer wasserdichten Regenjacke und hoher Wassersäule trocken.

Generell gilt: Eine hohe Wassersäule macht gute Atmungsaktivität der Regenjacke umso wichtiger, denn schweißgebadet am Ziel anzukommen ist mindestens genauso unangenehm, wie vom Regen durchnässt zu werden.

Atmungsaktive Regenjacken

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Außen dicht, innen durchlässig – wie geht das?

Wenn du Wert auf ein komfortables Körperklima beim Outdoor-Sport legst, sollte deine Regenjacke gleichzeitig von außen vor Feuchtigkeit schützen und von innen die Feuchtigkeit ableiten. Doch wie soll das eigentlich funktionieren – schließen sich Atmungsaktivität und Wetterbeständigkeit nicht gegenseitig aus?

Das Zauberwort hierfür ist der Aggregatzustand: Eine atmungsaktive Membran lässt den Schweiß nicht als ganzen Tropfen hindurch, sondern lediglich den entstehenden Wasserdampf. Der Schweiß, der sich auf deiner Haut bildet, verdunstet zunächst mit kühlendem Effekt zu kleinsten Wassertröpfchen, die in der Luft schweben. Diese kleinen Partikel sind winzig genug, um durch die feinen Poren des Stoffes hindurchzugelangen.

© Columbia

Atmungsaktive Kleidung leitet Wasserdampf allerdings nicht aktiv nach außen, sondern bietet lediglich die Möglichkeit zum Abtransport. Die Ventilation geschieht ganz automatisch durch den Druckausgleich der Natur. Überschüssige Wärme und Wasserdampf werden dann wie von selbst durch die verschiedenen Stoffschichten der Regenjacke gedrückt. Das Ergebnis: Deine Haut bleibt auch in Bewegung angenehm trocken und kühl – perfekt für sportliche Aktivitäten.


Membranen & Laminate: die Technik hinter dem trockenen Hautgefühl

Die gute Atmungsaktivität einer Regenjacke wird vor allem durch ihren mehrlagigen Aufbau möglich. Auf dem Markt findest du sowohl 2-lagige, 2,5-lagige als auch 3-lagige Produkte. Grundlegend ist die mehrlagige Regenjacke wie folgt aufgebaut:

  • wasserabweisende Stoffseite außen
  • schützende Membran/Beschichtung in der Mitte
  • weiches Stofffutter auf der Innenseite

Ob eine Jacke nun 2-lagig, 2,5-lagig oder 3-lagig ist, hängt vor allem von der Zusammenschweißung der einzelnen Stoffschichten ab: 2-lagige Modelle verfügen über ein loses Innenfutter, während Oberstoff und Membran miteinander verbunden sind. Im Gegensatz dazu werden bei einer 3-lagigen Ausführung alle drei Schichten miteinander verbunden, was die Regenjacke meist besonders robust und gleichzeitig leicht macht. Eine 2,5-Lagen-Jacke hingegen verwendet statt eines Innenfutters lediglich eine dünne Schutzschicht.


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Der Unterschied zwischen Laminat und Beschichtung

Insbesondere sogenannte Laminate oder Beschichtungen sind für die Atmungsaktivität einer Regenjacke entscheidend – denn als robuste mittlere Schutzschicht stoppen sie zum einen Wind sowie Nässe vor dem Eindringen, müssen zum andern jedoch auch Feuchtigkeit aus dem Innern der Jacke entweichen lassen, um für ein angenehmes Körperklima zu sorgen.

Die mittlere Schicht zwischen Innen- und Außenseite der Jacke kann also auf zwei verschiedene Weisen gestaltet sein: So kann der Jackenkern aus einer laminierten Membran oder aus einer Beschichtung bestehen. Hochwertige Membranen werden mithilfe eines Spezialklebers vollflächig auf die Innenseite des Außenmaterials laminiert – also aufgeklebt. Das macht sie besonders robust. Insbesondere Gore-Tex oder Dermizax liefern hier hervorragende Technologien.

Lesetipps:

Ob Laminat oder Beschichtung: Die Qualität kann von Regenjacke zu Regenjacke erheblich schwanken. Achte deshalb immer auch auf Wassersäule und MVTR- bzw. RET-Wert.

Eine atmungsaktive Beschichtung ist die günstigere Alternative zur teureren Membran. Sie wird je nach Qualität einlagig oder mehrlagig auf die Innenseite des Außenstoffes aufgesprüht. Eine Beschichtung ist meist die empfindlichere und weniger langlebige Alternative zum Laminat. Wenn du allerdings eine preisleistungsstarke Gelegenheits-Regenjacke für den Notfall suchst, machst du mit einer guten Beschichtung dennoch nichts falsch.


© Columbia

Atmungsaktiv und robust?

Atmungsaktivität geht leider oft zulasten der Robustheit einer Jacke. Je offenporiger, dünner und demnach atmungsaktiver ein Stoff ist, desto besser ist er für intensiven und schweißtreibenden Sport geeignet. Umso leichter verschleißt er allerdings auch, wenn du schweres Gepäck auf deine Schultern lädst. Wenn dir Robustheit also genauso wichtig ist wie eine gute Atmungsaktivität, achte auf hochwertige, dreilagige Laminate und starke, feste Oberstoffe aus Nylon oder Polyamid.


Was die Atmungsaktivität beeinträchtigen kann

In der freien Natur herrschen nicht dieselben Bedingungen wie im Labor. Auch wenn deine Regenjacke laut RET oder MVTR gut abschneidet, kann sie in manchen Situationen an ihre Grenzen kommen. Das gilt zum Beispiel für:

  • warmes, schwüles Wetter
  • hohen Luftdruck
  • hohe Luftfeuchtigkeit
  • starkes Schwitzen
  • verschmutzte Poren

Damit die Atmungsaktivität ideal funktionieren kann, muss es auf der Außenseite der Jacke mindestens 15 °C kälter sein als auf der Innenseite. Im Sommer hilft die Atmungsaktivität einer Jacke deshalb nur eingeschränkt oder gar nicht weiter. Auch wenn du aufgrund von starker Anstrengung zu stark schwitzt, kommt die Ventilation kaum hinterher. Um die Atmungsaktivität deiner Jacke aufrechtzuerhalten, solltest du sie außerdem regelmäßig waschen.

Atmungsaktivität in allen Lagen

Im Laufe der Jahre hat sich die Outdoor-Bekleidung in Sachen Komfort, Witterungsbeständigkeit und Robustheit wesentlich verbessert. Besonders bei der Atmungsaktivität solltest du aber darauf achten, dass auch alle anderen Schichten durchlässig sind: Die atmungsaktivste Regenjacke ist wirkungslos, wenn die Feuchtigkeit gar nicht erst durch deine Baselayer kommt. Doch auch darüberliegende Schichten wie der Rucksack können die Atmungsaktivität deiner Regenjacke durch zusätzlichen Druck in bestimmten Bereichen einschränken.


Die Checkliste: alles zur Atmungsaktivität deiner Regenjacke auf einen Blick

  • Atmungsaktivität beschreibt die Wasserdampfdurchlässigkeit von Textilien
  • Der MVTR- bzw. RET-Wert gibt an, wie atmungsaktiv ein Produkt ist
  • Beim Kauf sind hochwertige Laminate oder Beschichtungen wichtig
  • Stimme die Jacke auf deine Aktivitäten, das Regenniveau und dein Gepäck ab
  • Die beste Atmungsaktivität erreichst du bei trockenem, kühlem Wetter
  • Optimiere die Atmungsaktivität auch in den darunterliegenden Kleidungsschichten

Fazit: Die Atmungsaktivität ist bei der Regenjacke entscheidend

Wenn es um die Atmungsaktivität geht, solltest du bei deiner Regenjacke keine Kompromisse eingehen. Die wasserdampfdurchlässige Struktur hält deinen Körper anhaltend kühl und trocken, selbst bei anstrengenderen Outdoor-Aktivitäten.

Dank ausgefeilter Membrantechnologien und Beschichtungen wird die Jacke zu deinem unverzichtbaren Begleiter. Das gilt sowohl, wenn du besonders leicht und flexibel unterwegs sein willst, als auch, wenn du mit schwerem Gepäck auf den Schultern die Alpen erklimmst oder wenn du erst bei Regen und Sturm ganz in deinem Element angekommen bist. Wenn du die Regenjacke auf deine persönlichen Anforderungen abstimmst, kommst du trocken und wohltemperiert ans Ziel.