Nachhaltigkeit aus Überzeugung und Verantwortung

Nachhaltigkeit aus Überzeugung und Verantwortung

Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Buzzword oder ein kurzlebiges Trendthema. Zumindest sollte es nicht so sein. Als Outdoorbegeisterte erleben wir die Natur aktiv und es ist längst keine Neuigkeit mehr, dass wir auch aktiv werden müssen, um die Umwelt zu bewahren und zu schonen. Das wissen auch die Firmen, die uns für unsere großen und kleinen Abenteuer ausrüsten. Vaude ist auf diesem Gebiet wegweisend: CEO Antje von Dewitz kämpft mit ihrem Unternehmen schon seit über zehn Jahren für eine ganzheitlich nachhaltige Produktion.

Denn es reicht nicht, abstrakt über Umweltschutz zu sprechen, Recycling zu versprechen oder neuartige Fasern auf den Markt zu bringen. Nachhaltigkeit basiert auf einem umfassenden Verständnis von zusammenhängenden Prozessen und Akteuren, um diese mit Weitsicht und zukunftsfähigen Maßnahmen zu steuern. Auf Unternehmensebene beruht diese ganzheitliche Entwicklung auf einem verantwortungsvollen Selbstverständnis, das aus Überzeugung vorangetrieben wird.

Antje von Dewitz

© VAUDE

Antje von Dewitz ist die Tochter von Albrecht von Dewitz, dem Gründer des deutschen Bergsportartikelherstellers VAUDE. Als sie die Firma im Jahr 2009 übernahm, sah sie die Chance, ihr ursprünglich persönliches Interesse für Gemeinnützigkeit fortan mit einem klaren Fokus auf ökologische sowie soziale Verantwortung in das Unternehmen einzubringen. Ihre Ausgangsfeststellung lautete: „Die Industrie muss sich der Verantwortung stellen.“

Seit dem Führungswechsel steuert das Familienunternehmen auf einem klaren Kurs immer Richtung Nachhaltigkeit, ganz gleich wie stürmisch die See auch sein mag. Die ersten Jahre waren nicht gerade leicht und von Dewitz stieß immer wieder auf Gegenwehr. Doch für die vierfache Mutter ist die Sache klar: „Wir verdienen unser Geld mit der Natur, also liegt es bei uns, sie auch zu erhalten!“

Die Umsetzung ist eine Erfolgsgeschichte: VAUDE gilt als Pionier in Sachen ökologischem und fairem Wirtschaften und Antje von Dewitz als Aushängeschild der gesamten Industrie. Zahlreiche Auszeichnungen wie der German Brand Award in der Kategorie Brand Manager of the Year oder der Preis für Unternehmensethik des Netzwerks Wirtschaftsethik sprechen für sich. Seit 2015, dem Jahr, in dem das Unternehmen als „Deutschlands nachhaltigste Marke“ von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung ausgezeichnet wurde, hat Vaude eine Führungsrolle in Sachen nachhaltige Textilproduktion inne.

VAUDE Headquarter Außenbereich

© VAUDE

Für Antje von Dewitz steht fest: „Der Wille, nachhaltiger zu werden, ist eine erstaunliche Antriebskraft für Innovationen." Diese Innovationen stecken nicht nur in den Produkten, sondern auch in der sozialen Ausrichtung von VAUDE. Neben kompletter Klimaneutralität überzeugt der Standort in Tettnang durch Familienfreundlichkeit, der Anstellung von Geflüchteten sowie einer vorbildlichen Gleichstellung in Führungspositionen. Eine Bio-Kantine, E-Bike Parkplätze und eine hauseigene Kita sind nur einige Beispiele des fortschrittlichen Arbeitsumfelds.

Die Transportwege der Materialien werden ebenfalls so umweltfreundlich wir möglich gestaltet und finden soweit möglich per Schiff und Bahn statt. Ein Blick auf die Website der Firma zeigt, dass Vaude viel Wert auf Transparenz legt. Dort kann man einen aktuellen, umfassenden Nachhaltigkeitsbericht einsehen, der beinahe keine Fragen offenlässt.

Auch außerhalb Deutschlands setzt sich VAUDE für gute Arbeitsbedingungen ein. Die unabhängige Fair Wear Foundation überprüft die Produktionsbetriebe, mit denen VAUDE weltweit zusammenarbeitet und stellt sicher, dass die Arbeitsbedingungen überwacht und verbessert werden. Darüber hinaus kooperiert Vaude mit vielen Nachhaltigkeitsgütesiegeln, unter ihnen bluesign oder dem Global Organic Textile Standard. Da es jedoch kein System gab, welches der Firma umfassend und streng genug war, hat sie ihr eigenes Siegel entwickelt! Produkte mit dem Siegel „Green Shape“ bestehen aus umweltfreundlichen Materialien, werden energiesparend und ressourcenschonend verarbeitet, für möglichst lange Nutzung designt und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt. Über 90 Prozent der VAUDE Bekleidung ist mittlerweile Green-Shape-zertifiziert, Tendenz steigend.

VAUDE Headquarter Büro

© VAUDE

VAUDE Manufaktur

© VAUDE

Doch auch das ist kein Grund für die VAUDE-Chefin ihr Engagement zu bremsen. In den nächsten fünf Jahren sollen alle VAUDE-Produkte komplett aus recycelten Materialien oder Naturstoffen entstehen. Weiterhin ist geplant, die Lebensdauer aller Produkte deutlich zu steigern. Eine hauseigene Reparaturwerkstatt, Reparaturanleitungen und Ersatzteile gibt es schon. Generell hat die Beratung in Sachen Nachhaltigkeit einen großen Stellenwert, oft begleitet von konkreten Handlungsanweisungen.

Auch dem Thema Mikroplastik wird weiterhin der Kampf angesagt: Mit ihren Fleeceprodukten aus Holzfaser ist die Marke schon mal auf einem guten Weg! Die umfangreichen Anstrengungen, die gesamte Produktion nachhaltig und fair zu gestalten sowie das hauseigene, sehr strenge Nachhaltigkeitssiegel sind der Beweis, dass Nachhaltigkeit möglich ist – auch für erfolgreiche Großunternehmen. Hoffen wir, dass diesem Beispiel viele andere Firmen folgen!


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