Wir stellen vor: Andrea von Running Happy - Top Outdoorblog 2020 in der Kategorie »Trailrunning«

Wir stellen vor: Andrea von Running Happy - Top Outdoorblog 2020 in der Kategorie »Trailrunning«

Mit ihrem Blog Running Happy hat Andrea bei der diesjährigen CAMPZ Blogwahl zum Top Outdoorblog 2020 bereits zum zweiten Mal den ersten Platz in der Kategorie »Trailrunning« belegt. Wir möchten euch hier die Bloggerin näher vorstellen. Dafür haben wir ihr im ersten Teil Fragen gestellt, die mehr über ihre Leidenschaft für das Laufen verraten. Im zweiten Teil sprechen die Bilder für sich: In einem Fotoessay erzählt sie uns mehr über das härteste und längste Laufabenteuer, das sie bis heute erleben durfte.


Würdest du eher...

... mit jemandem laufen, der sehr gesprächig oder eher schweigsam ist?

Das finde ich gar nicht so einfach. Meistens würde ich sagen, lieber mit jemandem, der eher gesprächig ist, es kann ja großen Spaß machen, zusammen durch die Gegend zu laufen und sich dabei alles Mögliche zu erzählen. Auf manchen Etappenläufen habe ich tolle neue Freunde gefunden, einfach, weil wir uns auf den langen Strecken viel erzählt haben. Es gibt aber auch die Ausnahme, dass ich, gerade wenn ich sehr erschöpft bin und mit mir und der Strecke zu kämpfen habe, gerne einfach meine Ruhe haben möchte. In diesen Fällen wäre mir dann ein schweigsamer Mitläufer lieber.

... bei eisiger Kälte oder brühender Hitze laufen?

Da muss ich gar nicht lange überlegen, viel, viel lieber bei großer Hitze. Es hat ja einen Grund, dass ich gerne in der Wüste laufe 😉

... ohne Musik oder ohne GPS-Uhr laufen?

Lieber ohne Musik, ich laufe ohnehin meist ohne Musik, normalerweise aber immer mit GPS-Uhr. Wobei – was ist schon normal: Bei meinen Etappenrennen habe ich gar keine GPS-Uhr am Start, da ich Strom sparen möchte.

... nur sanftes Yoga oder intensive Bootcamp-Kurse für dein Cross-Training machen?

Ich mache sehr, sehr gerne und regelmäßig Yoga als Ausgleich, insofern fällt mir die Antwort hier leicht.

... in zu großen oder zu kleinen Schuhen laufen?

Lieber in zu großen Schuhen, da kann ich ja zur Not noch ein zweites Paar Socken anziehen. Zu kleine Schuhe sind die Hölle, da sind meine ohnehin geschundenen Zehennägel ja sofort kaputt oder fallen gleich aus.

... nochmal den Ultra Africa Race in Mosambik oder Salamon 4Trails laufen?

Wenn ich wählen darf, dann würde ich sofort wieder nach Mosambik reisen und dort das Ultra Africa Race nochmal laufen. Das war ein so besonderes, so einprägsames Erlebnis, wie wir da durch all die kleinen Dörfer gelaufen sind und die Kinder immer aus ihren Schulen gekommen und ein Stück mit uns gelaufen sind. Es war ein derart intensives Erlebnis, dass ich das furchtbar gerne nochmal machen würde. Und mit dieser Auswahl sage ich nicht, dass die Salomon 4Trails nicht ganz fantastisch waren, doch, doch, das waren sie!

Bloggerin Andrea von Runninghappy

© Andy Astfalck

Über Andrea

Bloggerin von Running Happy

Auf ihrem Blog erzählt Andrea von ihren Laufabenteuern auf der ganzen Welt. Sie nimmt euch mit zu Etappenrennen in der Wüste Namibias, den Bergen Vietnams oder der mongolischen Steppe. Ihr Motto dabei - "Laufen macht glücklich" oder eben "Running Happy".

runninghappy.de
@alrunninghappy

Fotoessay

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THE TRACK: 522 Kilometer durch das australische Outback

In neun Etappen bin ich im Mai 2019 insgesamt 522 Kilometer durch das australische Outback gelaufen, von Alice Springs zum Ayers Rock oder Uluru, wie die Aborigines ihren heiligen Berg nennen. Selbst versorgt, also mit schwerem Rucksack auf dem Rücken. Das war das mit Abstand härteste und längste Laufabenteuer, das ich bis heute erleben durfte. Ich habe gelitten und geflucht, manchmal bin ich auch einfach weinend durch den roten Sand gestapft.

Es war aber auch in vielerlei Hinsicht das intensivste meiner Laufabenteuer, der Wettkampf, bei dem ich gemerkt habe, wie sehr ich meine Grenzen verschieben kann, wenn ich etwas unbedingt möchte. Grenzerfahrung mal neu definiert. In diesen neun Etappen und zehn Tagen ging es sehr viel um Freundschaft, darum, etwas mit anderen gemeinsam zu erleben, aber auch darum, unter schwierigen Bedingungen ganz alleine mit mir selber und meinen Gedanken klarzukommen. Kurz: Es war eine einzigartige Erfahrung!

In meinem Blog habe ich sehr ausführlich darüber berichtet: The Track | Abenteuer im australischen Outback| Running Happy