Getestet: Aufblasbares SUP von CAMPZ

Viel Spaß für wenig Geld

Aufblasbare Kombi-SUPs sind ein Riesentrend. Vor allem mit Beginn der Badesaison locken die attraktiven Komplett-Angebote neugierige SUP-Einsteiger*innen oder Menschen an, die bisher nur auf Leih-Boards unterwegs waren und nun ihr eigenes Board suchen. Nicht nur SUP-Spaß im Stehen, sondern auch ein komfortables Paddeln mit optional verfügbarem Kajaksitz verspricht das Board von CAMPZ. Wir haben unser beliebtes SUP mitsamt eines Kajaksitzes einem erfahrenen SUP-Sportler aus Berlin zum Testen gegeben. Lest hier, was er vom CAMPZ-Angebot als preiswertem Einstieg für SUP-Interessierte hält.

Das getestete Produkt

Die harten Fakten zum Board

  • Außenmaße in cm (L x B): 320 x 76
  • Dicke in cm: 15
  • Maximale Zuladung: 140 kg
  • Gewicht: 11 kg
  • Umfang: aufblasbares Board, Teleskop-Paddel, Leash, Centerfin, Pumpe, Reparatur-Set und Transporttasche

Über unseren Tester Rob

Ich bin dieser Sportart seit mehr als zehn Jahren verfallen. Aus dem Spaß am Wassersport wurde überwältigende Leidenschaft. Mittlerweile habe ich diverse Boards (ISUP und Hardboards) in unterschiedlichen Längen für die verschiedensten Einsätze. Immer wenn es die Zeit hergibt, bin ich auf dem Wasser, getrost dem Motto: SUP, EAT and REPEAT.

Das gehört zum CAMPZ SUP-Paket

Ich bin gespannt auf das CAMPZ-Board, nehme euch mit bei meinem Testeindruck und hoffe euch am Ende auch für diesen Sport mit seiner Faszination zu begeistern. Auf geht's ...

Das Board kommt in einem großen, rechteckigen Packsack mit den Maßen (H x B x T in cm ) 90 x 35 x 30 und einem Gesamtgewicht (Board, Paddel, Pumpe, Kajaksitz und Zubehör) von ca. 15 kg inklusive Paddel, Pumpe und Transporttasche.

Die gepolsterten Schulterriemen erleichtern das Tragen auf dem Rücken. Der Beckengurt sorgt für eine zusätzliche Fixierung am Körper.

In dem Packsack, der ein Meshgewebe für die zusätzlichen Belüftung an seiner Unterseite besitzt, passen neben dem SUP-Board, die Pumpe, das dreiteilige Paddel (plus extra Paddel für die Kajaknutzung) auch noch das nötige Zubehör wie Steckfinne, Leash und Flickzeug problemlos hinein.

Den optional erhätlichenund faltbaren Kajaksitz habe ich außen um den Packsack befestigt und hatte somit noch ein zusätzliches Rückenpolster.


Aufbau und erster Eindruck

Nach dem Auspacken konnte ich das SUP-Board über das Standard- SUP-Ventil (am Tail) mit der 2,5 Liter Single-Hub-Pumpe verbinden und einen Druck von 11 PSI problemlos erzielen (bei meinem Gewicht von 61 Kg völlig ausreichend).

Das SUP-Board besitzt am Unterschiff einen Einschubkasten, in der die 22 cm Centerfin eingeschoben und mittels Clip gesichert wird. Zusätzlich gibt es zwei feste, kurze Sidefins, die u.a. für das Fahren in kleinen Wellen dienlich sind.

Alle Nähte (Rails, Nose und Tail) des Boards und die Anbauteile ( Sidefins, Einschubkasten, Ösen, Tragegriff und das Deckpad sind sauber verklebt.

Das Gepäcknetz im Frontbereich ist ausreichend für die Mitnahme eines Packsacks.

Das vornehmlich blau-weiße Farbgebung an meinem Test-Board gefällt mir gut, die vollflächige blau-gelb-grüne Farbvariante finde ich persönlich ansprechender.

Das aufgepumpte Board wiegt knapp elf Kilogramm und lässt sich mittels integrierten und gummierten Tragegriff angenehm und leicht ans Wasser tragen.

Die Leash habe ich an der Öse am Tail befestigt und noch das dreiteilige SUP-Paddel (Schaft: Aluminium, Blatt: Kunststoff) mit einem Rohrdurchmesser von 30 mm und einem Gewicht von 900 Gramm zusammengesteckt und mittels Klemme in die richtige Länge, entsprechend meiner Körpergröße, gebracht.

Dann verstaue ich den faltbaren Kajaksitz und das Extra-Paddelteil sicher im Gepäcknetz.


SUP Board CAMPZ - Praxistest

Ab ins Wasser – der Praxistest

Ich starte im flachen Wasser, befestige die Leash an meinem Knöchel. Auf dem Board knieend starte ich ins Wasser, fahre mit 3-4 Paddelschlägen ins tiefere Gewässer und stelle mich dann mittig auf. Dort ist das Board ca. 76cm breit und gibt mir ein sicheres, kippstabiles Gefühl. Fahrerfahrungen auf einem Board mit dieser Breite wären von Vorteil.

Das Board ist fest und überzeugt in seiner Steifigkeit und "knickt" nicht ein. Das rutschfeste Deckpad fühlt sich angenehm unter meinen Füßen an. Ich beginne das Paddel kurz und schnell einzusetzen, um auf Geschwindigkeit zu kommen. Der Griff des Paddels liegt gut in der Hand und verdreht nicht. Die Klemmung hält das Paddel auf exakte Länge. Das Board gleitet schnell und spurtreu voran.

Aufgrund seiner schmalen Bauform kann das Wasser an beiden Seiten gut abfließen, ohne störende Abbremswirkung. Währenddessen verändere ich meine Standposition auf dem Board, um das weitere Fahrverhalten zu testen. Es reagiert schnell, so dass ich mich nun sauber und mittig über Länge des Boards bewegen muss, um vom Tail zur Nose und Retour zu gelangen. Es ist ausgesprochen agil, das gilt für Drehung über die Nose als auch über das Tail.

Bei meiner Testfahrt nimmt plötzlich der Wind zu. Hervorragend, um nun das Fahren gegen kleinere Wellen anzugehen. Die Nose taucht bereits ein, sodass ich meine Standposition nach hinten korrigiere, bis ich eine gute Balance zwischen steiler Nose und Drehfreudigkeit erreiche.

Dann drehe ich das Board über das Tail um 180 Grad, gehe in eine leichte Surfstellung (ein bei Bein zeigt mehr zur Nose, die Hüfte und Schultern verdrehen sich entsprechend), um auf den kleinen Wellen zu gleiten. Das Board bleibt dank seiner zwei Sidefins stabil auf Kurs und gleitet sanft dahin.


Das SUP mit dem Kajak-Sitz

Ich fahre noch knapp 20 Kilometer mal mit und mal gegen den Wind und wiederhole die Manöver, bis ich schließlich mich auf den Einsatz des Boards als Kajak freue.

Hierzu baue ich rasch den faltbaren Sitz mittels Gurte und Karabinerhaken an die entsprechenden Deck-Ösen. (Die richtige Länge der einzelnen Gurte hatte ich vor Antritt der Fahrt bereits ermittelt.) Die Rückenlehne ist formstabil, die Sitzfläche angenehm weich. Ich stelle mir die Lehne steil auf, um möglichst im Winkel von 90 Grad zu sitzen.

Sicher sitzend baue ich nun das SUP-Paddel zum Kajakpaddel um, in dem ich das Griffende mit dem Extra-Paddel wechsele. Alle Paddelteile sind schwimmfähig, sodass kein Verlust droht. Der gesamte Umbau ist einfach und schnell.

In der für mich angenehmen Sitzposition beginne ich mit dem Paddeln. Die zwei großen Blätter bringen mich gut voran. Auch hier liegt das Board ruhig und stabil auf dem Wasser. Das Anfahren, beschleunigen und die Lenkmanöver gelingen mühelos.

Das Fahren in sitzender Position ist für mich ein hervorragender Ausklang nach der Testfahrt des SUP-Boards vom CAMPZ.


Mein Fazit

Das CAMPZ SUP-Board ist ein ideales Einsteiger-Board mit viel sportlichem Potenzial und tollem Preis-Leistungsverhältnis. Im Set ist alles Zubehör enthalten für einen gelungenen Einstieg in die Faszination SUP.

Besonders positiv möchte ich die gute Verarbeitung, die hohe Steifigkeit und das geringe Gewicht hervorheben. Die ausgewogene Bauform punktet in Sachen Stabilität und Wendigkeit. Das eher schmale, lange Board macht es zum idealen Begleiter für Seen und Flachwasser mit kleinen Wellen.

Auch fortgeschrittene SUP-Fans werden mit diesem Board viel Spaß haben.

Der, leider nur separat erhältliche, CAMPZ Kajaksitz erweitert den Einsatzbereich des CAMPZ SUP Boards noch einmal auf angenehme Weise.

Ich hoffe, meine Erfahrungen mit dem SUP-Board von CAMPZ konnten Euch weiterhelfen und inspirieren es selbst zu fahren. Ich wünsche euch für diesen Sommer viele wunderschöne Stunden auf dem Wasser.

Euer Rob

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