Inhalt
 

Outdoorschuhe:
Für jedes Abenteuer
gerüstet

Outdoorschuhe:
Für jedes Abenteuer
gerüstet

Egal ob kurzer Spaziergang im Wald oder Mehrtagestour durch die Alpen – wir lieben es die Natur zu Fuß zu erkunden. Nirgends kann man besser entspannen, die Ruhe genießen und Ausgleich zum stressigen Alltag finden. Damit auch in schwierigem Terrain der Spaß im Vordergrund steht, ist das richtige Schuhwerk das A und O. Dieser Guide zeigt dir, welche Outdoorschuhe sich am besten für welche Bedingungen eignen. So wird aus Wanderlust garantiert kein Wanderfrust!

Wanderschuhe – Leicht bepackte Tagestouren

Ob kurzer Spaziergang oder ganztägige Wanderung, für Wanderspaß braucht man nicht viel. Am wichtigsten bei leichtem Gelände sind bequeme und robuste Outdoorschuhe aus Leder, Textilfasern oder einem Mix aus beidem.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte oder genau weiß, dass es auf der Strecke etwas holpriger und steiler werden kann, sollte eher zu einem halbhohen Wanderschuh greifen. Auch die Sohle sollte zum Gelände passen. Je schwieriger der Untergrund und je schwerer das extra Gepäck, desto fester darf sie sein. Mit einer profilierten und rutschfesten Sohle kann man auf jeden Fall nichts falsch machen!

Trekkingschuhe – Sicher & stabil

Trekking sind über mehrere Tage andauernde Wanderung. Dabei steigen nicht nur die zurückgelegten Distanzen. Typischerweise wird auch das Gepäck auf dem Rücken größer und schwerer.

Bei einem Trekkingschuh ist wegen des extra Gewichts eine stabile, griffige und rutschfeste Sohle zu empfehlen. Bewegt man sich eher in flachem Terrain und auf ausgetretenen Wald- und Feldwegen, eignen sich durchaus halbhohe Trekkingschuhe.

Geht es ins Mittel- oder sogar Hochgebirge, sind mittelhohe Trekkingschuhe oder hohe Trekkingstiefel empfehlenswert. Der hohe Schaft bietet dem Knöchel sicheren Halt. Die häufig ergonomischen Sohlenkonstruktionen begünstigen dazu den Abrollkomfort.

Ist man in wärmeren Jahreszeiten unterwegs, sollte man auf hohe Atmungsaktivität des Obermaterials achten.

Bergstiefel – Hoch hinaus

Stehen hochalpines Gelände oder gar Gletschertouren auf dem Plan? Sind auf der Bergwanderung schwierige Klettersteige oder steile Kletterpassagen zu bewältigen? Dann sind vollwertige Bergstiefel Pflicht!

Sie überzeugen durch einen hohen Schaft, eine robuste, häufig steigeisentaugliche Sohle sowie durch Obermaterial aus dickem Leder, synthetischem Material oder einer Kombination aus beidem. Leder passt sich optimal an den Fuß an und, sorgt für hohen Tragekomfort und ist von Natur aus atmungsaktiv und durch regelmäßiges Imprägnieren wasserfest. Synthetische Materialien, wie Gore-Tex, sind in der Regel leichter, wasserdicht, einfach zu reinigen und atmungsaktiv.

Bergstiegfelsohlen sind aus sehr steifem Material. Was im flachen Gelände eingeschränktes Abrollverhalten mit sich bringt, wird im rauen Gelände zum Sicherheitsplus: wenn es hauptsächlich bergauf oder bergab geht, bedeutet die stabile Unterstützung des Schuhs auch Komfort. Das Profil der Außensohle ist zudem stark ausgeprägt und rutschfest.

Trailrunningschuhe – Über Stock und Stein

Trailrunning erfreut sich seit längerer Zeit immer größerer Beliebtheit. Möchte man schnell und sicher auf Waldböden und felsigen Abschnitten unterwegs sein, braucht man Outdoorschuhe, die einiges aushalten.

Besonderes Augenmerk verlangt die Sohle. Sie muss in unterschiedlichstem Terrain, bergauf- und bergab sowie in kurvigen Passagen funktionieren. Je extremer das Gelände, umso profilierter und griffiger sollte deine Sohle sein. Für sicheren Halt bei trockenen und nassen Bedingungen sorgt zudem eine beschichtete Sohle.

Das Obermaterial sollte für die Beanspruchungen beim Traillauf angepasst sein. Gute Modelle haben eine Zehenkappe aus Gummi oder Leder, die vor allem die Zehen vor äußere Einwirkungen schützt. Für ein möglichst geringes Gewicht werden synthetische Materialien verwendet. Bei warmen Bedingungen sollte das Material atmungsaktiv, bei nassen möglichst wasserabweisend sein.

Outdoorsandalen – Luftiger Komfort

Für gemütliche Wanderungen im einfachen Gelände, Flussdurchquerungen oder Strandspaziergänge eignen sich bequeme Outdoorsandalen. Sie sind besonders komfortabel, relativ leicht, bieten eine Top-Belüftung, haben häufig ein vorgeformtes Fußbett und lassen sich mit 2 bis 3 Riemen perfekt an den Fuß anpassen.

Synthetisches Material eignet sich, wenn die Sandale hauptsächlich am oder im Wasser getragen wird, da es unempfindlicher ist und schnell trocknet. Sandalen aus Leder bieten hohen Tragekomfort, riechen länger frisch, sind aber auch schwerer und benötigen mehr Pflege.

Die Zwischensohle sollte gut gedämpft und die Außensohle rutschfest, abriebfest und profiliert sein.

Outdoorsocken – Druckstellen & Blasen Adieu

Auch die perfekten Outdoorschuhe bringen nichts, wenn man keine passenden, funktionellen Socken darin trägt.

Angepasst an die mögliche Aktivität sind sie an bestimmten Stellen mehr oder weniger gepolstert und schützen so optimal die stärker beanspruchten Bereiche des Fußes.

Modelle aus Kunstfaser und Merinowolle sind wärmstens zu empfehlen. Kunstfaser schmiegt sich perfekt an den Fuß an, trocknet schnell, leitet die Feuchtigkeit weiter und überlebt unzählige Wäschen. In Sachen Geruchsneutralität ist Merinowolle die bessere Wahl. Sie kühlt im Sommer und wärmen im Winter und leitet die Feuchtigkeit gut weiter. Ein Materialmix aus Kunstfaser und Merinowolle kombiniert die Vorteile beider Materialien und ist häufig die beste Wahl.

So findest du den perfekten Begleiter

Du hast bereits positive Erfahrungen mit Outdoorschuhen einer bestimmten Marke gemacht? Never change a winning team!

Achte auf die markenspezifischen Größentabellen. Nicht alle Marken fallen gleich groß aus!

Bei der richtigen Pflege sind Outdoorschuhe ein verlässlicher Begleiter für viele Jahre. Achte deshalb nicht zu sehr auf den Preis - es wird sich auszahlen.

Teste deine neuen Schuhe zu Hause in den Socken, die du auch beim Wandern tragen wirst. Treppenlaufen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten kann Schwachstellen aufzeigen.