Nachhaltigkeit & Wintersport? Auf welche Aspekte du beim Outfitkauf achten solltest

Nachhaltigkeit & Wintersport? Auf welche Aspekte du beim Outfitkauf achten solltest

Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema, aber nicht immer einfach, besonders im Wintersport. Wir haben einige Produkte der Marken PICTURE, Roeckl, Hestra, deuter und EVOC auf ihre Materialzusammensetzung und Performance getestet.

Wintersport mit mehr Verantwortung gestalten

Wir genießen beim Wintersport die malerische Schneepracht, atemberaubende Landschaft und spannende Aktivitäten, wodurch wir uns naturverbunden fühlen. Auf sanft knirschendem Schnee, mysteriös knackenden Eisflächen und in kalt flimmernder Luft kehrt eine innere Ruhe ein, die ihresgleichen sucht. Leider ist Wintersport keineswegs für seine Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit bekannt:

  • Schneekanonen müssen die weiße Pracht dort erzeugen, wo sie aufgrund der Klimaveränderung nicht mehr von sich aus entsteht.
  • Anreise und Betrieb von Winteranlagen verbrauchen große Mengen an Energie und stoßen Schadstoffe aus.
  • Die Bergwelt wird zum Teil kompromisslos an die Anforderungen des Wintersportbetriebs angepasst. Ein Extrembeispiel hierfür ist die kontroverse Abtragung eines Berges und Erschließung eines Gletschers in Österreich, um die Skigebiete Pitztal und Ötztal zu verbinden.

Obwohl diese und andere Aspekte gegen den Wintersport sprechen, wenn uns Umweltschutz und soziale Verantwortung am Herzen liegen, wollen wir dennoch nicht völlig aufs Skifahren, Snowboarden und Schneeschuhwandern verzichten. Es gibt einige Versuche, die genannten Auswirkungen des Wintersports zu reduzieren und zumindest teilweise auszugleichen. Einige Skianlagen bieten zum Beispiel CO2-Ausgleichszahlungen an, aber ihr Effekt ist kaum nachzuvollziehen und fühlt sich wie Greenwashing an.

Brand Manager Matze testet die Wintersportmarken PICTURE, Roeckl, Hestera, deuter und EVOC
Social Media Manager Felix testet die Wintersportmarken PICTURE, Roeckl, Hestera, deuter und EVOC

Die Rolle von Ausrüstung und Winterbekleidung

Eine individuell kontrollierbare Möglichkeit ist, den Kauf der Ausrüstung und Bekleidung verantwortungsvoll zu gestalten und bewusst auszuwählen. Wintersportbekleidung besteht meist aus Polyester und anderen synthetischen Fasern. Die Kunstfasern werden verwendet, weil sie sich als wärmeisolierend, schnelltrocknend, witterungsfest, leicht und formbeständig bewiesen haben. Leider wird Polyester hauptsächlich aus Steinkohle, Erdöl und/oder Erdgas über äußerst chemikalien- und energieaufwändige Verfahren gewonnen. Dennoch wird es oft in Outdoor- und Sportbekleidung verwendet, weil weniger schädliche Alternativen zu fehlen scheinen oder als nicht wirtschaftlich gelten.

Allerdings gibt es immer mehr Marken, die Nachhaltigkeit in ihren Produkten versprechen. Meist sind diese Aussagen jedoch für Außenstehende nur schwer nachvollzieh- oder prüfbar. Eine Möglichkeit ist, sich nicht (nur) auf die Marken selbst zu verlassen, sondern auf externe Zertifizierungsinstitutionen zu setzen, die weniger Interesse daran haben, ihre eigenen Produkte als grün und nachhaltig zu präsentieren, und stattdessen bestimmte, transparente Kriterien festlegen, die zertifizierte Produkte erfüllen müssen. Für diesen Test haben wir Produkte ausgewählt, die solche Standards zumindest teilweise erfüllen bzw. durch eingehende Recherche bestimmte Kriterien erfüllen.

Hier sind einige Kriterien und Zertifikate, nach denen du Ausschau halten kannst:

Zertifikate

Bluesign APPROVED und Bluesign PRODUCT legt strenge Kriterien an die für die Produktion von Textilien verwendeten Chemikalien und Zubehör.

Recycelter Polyester

Wird hauptsächlich aus recycelten PET-Flaschen gewonnen und ist ein inzwischen oft verwendetes Material in der Outdoorbranche. Der Vorteil ist, dass dadurch Plastikmüll reduziert werden kann, bereits erzeugte Kunststoffe weiterverwertet werden und weniger neue fossile Grundstoffe eingesetzt werden müssen. Ein Nachteil ist, dass auch das Recyceln Energie verbraucht und durch den weiten, mehrfachen Transport negativ ins Gewicht fällt (es wird fast ausschließlich in China und anderen asiatischen Ländern hergestellt).

PFC-freie Beschichtung oder Imprägnierung

Per- und Polyfluorierte Chemikalien (sogenannte PFCs) sind Kohlenstoffverbindungen, die lange für wasser- und schmutzabweisende Beschichtungen verwendet wurden. Sie können in der Natur fast überhaupt nicht abgebaut werden und haben sich so stetig in der Umwelt angesammelt, für die sie aber giftig sind. PFC kann auch über das Trinkwasser aufgenommen werden und steht im Verdacht, das Krebswachstum zu fördern.

Leder

Man muss nicht vegan oder vegetarisch leben, um Leder und anderen Produkte tierischen Ursprungs die Nachhaltigkeit abzusprechen. Zum einen werden die Tiere für die Produktion getötet und zum anderen sind große Mengen an Wasser und giftige Chemikalien nötig, um die Tierhaut zu verarbeiten. Ein möglicher Kompromiss ist aber, Leder zu verwenden, das ein Nebenprodukt der Fleischproduktion ist. Darüber hinaus kann Leder bei richtiger Pflege um einiges länger halten als vergleichbare Kunststoffprodukte, was es unter gewissen Umständen lohnenswert machen könnte. Zudem ist Leder im Gegensatz zu Polyester biologisch abbaubar, wenn es das Ende seines Lebenszyklus erreicht hat.

Alternative Materialien, zum Beispiel aus Biosourcing

Eine der Marken, die versuchen nachhaltigere Wege zu gehen, ist die Marke PICTURE aus Frankreich. Sie haben ein Verfahren entwickelt, bei dem pflanzlicher Polyester aus den Abfällen bei der Zuckerrohrverarbeitung gewonnen wird. Das bei PICTURE verwendete Bio-Polyester ist noch nicht stabil genug, um alleiniger Bestandteil der Hardshells zu sein. Aber das Biosourcing Hardshell-Material, das für die hier getesteten Jacken und Hosen verwendet wird, besteht zu 54 Prozent aus biologischem Polyester und die restlichen 46 Prozent sind recycelter Polyester. Das stellt schon Mal einen Schritt in die richtige Richtung dar.

Transparenz

Es ist hilfreich und erweckt vertrauen, wenn Marken offen und ehrlich in Bezug auf die verwendeten Materialien, Verfahren und Lieferketten kommunizieren. Marken, die behaupten, dass ihre Kleidung nachhaltig, umweltschonend oder umweltverträglich ist, sollten bestrebt sein, dies mit konkreten Daten und Hintergrundinformationen zu belegen.

Social Media Manager Felix testet die Skibekleidung PICTURE, Roeckl, Hestera, deuter und EVOC
Brand Manager Matze testet die Skibekleidung PICTURE, Roeckl, Hestera, deuter und EVOC

Unsere Tester, die Testprodukte und ihre ersten Eindrücke

Die Tester waren unsere Mitarbeiter Matze und Felix. Matze arbeitet in der Marketingabteilung und ist unter anderem für das Markenauftreten von CAMPZ zuständig. Felix managet unsere Social-Media-Kanäle. Wenn du CAMPZ auf Instagram folgst, hast du seine Beiträge bestimmt schon gesehen.

Beide fahren schon seit vielen Jahren Snowboard und Matze geht zusätzlich auch gerne Skitouren. Daher haben sie viel Erfahrung, was Wintersportbekleidung betrifft und können einschätzen, worauf es ankommt. Sie haben die unten genannten Produkte an mehreren Wochenenden im Winter 2021/22 beim Snowboarden in den deutschen Alpen ausprobiert. Dies sind die Produkte, die sie getestet haben:

Winterjacken und -hosen von PICTURE

Die Schneejacken und -hosen von PICTURE sind besonders herausragend, was Innovation in der ressourcenschonenden Materialgewinnung betrifft. Felix hat die U66 Jacke und U77 Bib Hose ausprobiert. Das Biosourcing-Verfahren verwendet Nebenprodukte, die bei der Zuckerrohrverarbeitung entstehen, was für ihn ein völlig neues Material war. Auch Matzes Jacke (Stone Jacket mit einem coolen Camoflage-Look) verwendet das Biosourcing Hardshell-Material. Hier besteht es zu 58 Prozent aus dem Bio-Polyester und zu 42 Prozent aus recyceltem Polyester. Da ist die Under Hose, die Matzes Outfit abrundete, mit ihrem Schaftgewebe aus 64 Prozent recyceltem Polyester und 36 Prozent klassischem Polyester fast schon kaum erwähnenswert. Dafür besticht sie durch ihre knallig gelbe Farbe und eine Jeans-Optik.

Was Matze bei seinem PICTURE-Outfit sofort auffiel waren die zahlreichen Taschen, die man beim Wintersport ja für das viele Zubehör (Handschuhe, Maske, Geldbeutel oder Snacks) wirklich braucht, sowie die Ärmeltasche für den Skiliftpass. An der Hose gefiel ihm besonders die gute Passform, obwohl sie zunächst etwas weit aussah. Er berichtet außerdem: „Großer Pluspunkt für mich ist die an der Hose befestigte Kordel, die perfekt als Gürtelersatz genutzt werden kann. Da mein Hüftumfang eher schmal meine Beine dafür aber eher lang sind, habe ich oft Probleme eine Hose zu finden, die oben gut sitzt, aber unten auch lang genug ist. Diese Kordel löst das Problem einwandfrei."

PICTURE Skijacke U66 und U77 Bib Hose im Test
PICTURE Under Skihose

Handschuhe von Roeckl und Hestra

Matze hat die Sequoia STX Handschuhe von Roeckl ausprobiert, der in ihren einzelnen Bestandteilen einen hohen und klar deklarierten Anteil an recyceltem Polyester verwenden. Das Obermaterial besteht zum Beispiel zu 100 Prozent aus recyceltem Polyester und das Futter aus PrimaLoft NEXT Evolve hat eine Recyclinganteil von 58 Prozent. Zur Verstärkung verfügen die Handschuhe außerdem über eine Innenhand aus schonend trommelgegerbtem Ziegenleder, das als Nebenprodukt bei der Lebensmittelproduktion entsteht.

Felix hat die Hestra Wakayama Fäustlinge aus imprägniertem Wildleder im Retrolook getestet. Bei diesem Leder ist nicht eindeutig bekannt, wo es herkommt, dafür verwendet Hestra aber das markeneigene Ecocuir-Verfahren: Beim Gerben des Leders wird auf Chrom und synthetische Chemikalien verzichtet. Die Fäustlinge bestehen außen komplett aus diesem Leder. Das Futter besteht aus gebürstetem Polyester und direkt auf der Haut befindet sich ein herausnehmbarer Innenhandschuh aus Wollfrottee. So kannst du den Innenhandschuh waschen, ohne den gesamten Fäustling reinigen zu müssen, was bei Leder ohnehin nicht nötig ist.

Roeckl Handschuhe Sequoia STX im Test
Hestra Wakayama Fäustlinge im Test

Rucksack von deuter und EVOC

Matze hatte den Freescape Lite von deuter auf dem Rücken, der gezielt für die Bedürfnisse beim Skitourengehen entwickelt wurde. Der Rucksack ist bluesign-zertifiziert und das Obermaterial ist PFC-frei. Matze fiel sofort auf, wie federleicht der Rucksack mit seinen 1,180 Kilogramm ist. Positiv hervorstechen die zahlreichen Möglichkeiten, außen etwas am Rucksack zu befestigen: „Die vielen Schnallen, Ösen und Riemen ermöglichen es, Ski, Snowboard, Helm, Steigeisen + Pickel und noch viel mehr ohne Probleme zu befestigen.“ Außerdem gibt es auch viele Taschen, sodass es zum Teil mehrere Möglichkeiten gibt, an den Inhalt heranzukommen.

Felix trug einen neuen Snowboard-Rucksack von EVOC, den FR Pro 20. Er hatte vorher nur Erfahrung mit den Bike-Rucksäcken der Marke, damit aber nur gute Erfahrungen gemacht. Der EVOC kann zwar keine klar deklarierten Nachhaltigkeitsmerkmale aufweisen, dafür strotzt er aber mit allerlei, ausgeklügelten Eigenschaften, die fürs Snowboarden wichtig sind, vom Rückenprotektor bis zur Wasserblase mit Isolierungsschicht für den Schlauch, damit das Wasser darin während der Fahrt nicht an die Luft exponiert ist. Der EVOC FR Pro 20 ist eher langgeschnitten, wie ein Kletterrucksack, was aufgrund seiner guten Passform für Bewegungsfreiheit sorgt.

Felix und Matze waren zur Sicherheit außerdem auch noch mit Helm und Schutzbrille von POC ausgerüstet, aber da diese weniger nach Nachhaltigkeitskriterien ausgewählt waren, lassen wir sie in diesem Testbericht erst einmal außen vor.

deuter Rucksack Freescape Lite im Test
EVOC Rucksack FR Pro 20 im Test

Jacke, Hose, Handschuhe und Rucksack im Einsatz

Winterjacken und -hosen von PICTURE

Felix war bei eher warmen Temperaturen um die 5-9 °C unterwegs, sodass er die wärmenden Eigenschaften des Winteroutfits gar nicht in Extremsituationen testen konnte. Dafür waren die Reißverschlüsse unter den Armen zur Belüftung sehr hilfreich. Die Jacke saß angenehm locker, ohne zu weit zu wirken. Dadurch hatte er ausreichend Bewegungsfreiheit beim Snowboarden. Positiv stachen die durchdachten, großen Taschen sowie die breite Windabdeckleiste im oberen Jackenteil, der integrierte Schneefang und elastische Bündchen hervor. „Man freut sich direkt morgens auf das Anziehen der Jacke, weil sie so bequem und kuschelig sitzt.“ Mal abgesehen davon scheint PICTURE von der durchdachten Kapuze, die alle Bewegungen mitmacht, über die getappten Nähte bis zum leichtgängigen Reißverschluss auf sämtliche Details geachtet zu haben, die das Herz beim Wintersport begehrt.

Die U77 Latzhose wusste auch von sich zu überzeugen. Je nach Körperform kann es vorkommen, dass die Träger ein wenig rutschen, wenn man keine Jacke mehr anhat, die die Träger zusammenhält. Dann kann man die Träger aber über Kreuz tragen. Bei Felix haben sie während der Fahrt super gepasst, während der Pause saßen sie ein wenig locker und hingen runter. Das war in diesem Fall aber auch ein Cool-Faktor. „Während der Pausen habe ich auf jeden Fall neidische Blicke beobachten können.“ Auch mit der Latzhose waren Pinkelpausen kein Problem, da die Reißverschlüsse an den richtigen Stellen angebracht sind.

Hestra Wildleder Handschuhe Wakayama im Test
Roeckl Handschuhe Sequoia STX im Test

Handschuhe von Hestra und Roeckl

Aus Vollleder gefertigt und mit ihren recht dick auftragenden Nähten sind die Retro-Handschuhe von Hestra vermutlich nicht für jeden Geschmack das Richtige, aber die haben Felix mit ihren wärmenden Eigenschaften vollumfänglich überzeugt. Der Handschuh bot eine tolle Elastizität am Handgelenk und konnte mit dem Paracord individuell an die Handgelenke angepasst werden. Das abnehmbare Innenfutter kann zum Waschen entfernt werden, allerdings verrutschte es auch oft, wenn Felix in die Handschuhe schlüpfte und später wieder herausschlüpfte. Trotz der Imprägnierung verfärbte sich das Leder bei Nässe, aber seine Finger blieben trotzdem trocken. Die Primaloft-Isolierung im Inneren hat eine daunenähnliche Struktur und wärmt zusätzlich.

„Bei diesem Handschuh wurde wirklich auf jedes Detail geachtet. Ich hatte lange nicht mehr so gerne so warme Hände.“

Für Matze war die Wärmeperformance das wichtigste an seinen Handschuhen. Die Primaloft Active Fütterung hielt seine Finger immer angenehm warm und gleichzeitig trocken. Er berichtet:

„Das ist nämlich oft das große Problem beim Boarden. Man hat den Tag über sehr viel Kontakt mit dem Schnee, beim Aufstehen, Hinsitzen, Bindung auf- und zumachen. Und immer sind die Handschuhe dem Schnee ausgesetzt und saugen sich mit der Zeit einfach nur voll. Komplettes Gegenteil ist mit mir den Sequoias passiert. Selbst wenn ich den ganzen Tag auf der Piste und im Schnee war, sind die Handschuhe immer optimal trocken geblieben und somit auch meine Finger nie kalt gewesen.“

Es kann tatsächlich vorkommen, dass die Hände so warm werden, dass sie schwitzen. Dann empfiehlt Matze, die Hände vor dem wieder reinschlupfen, kurz ausdampfen bzw. abtrocknen zu lassen. Sonst kann es sein, dass die sonst so wunderbar wärmende Fütterung bremst und klebt. Ein weiterer guter Tipp in diesem Zusammenhang ist, dass diese Handschuhe eher schmal ausfallen. Auch nach ständigem an und ausziehen sind die Handschuhe top in Form geblieben.

Erst sah es so aus, als ob sich die Fütterung innen lösen würde. Die kleinen Lücken zwischen dem Futter sind jedoch von vornerein schon so, weil dies der Atmungsaktivität der Handschuhe dienen. Was Matze persönlich gefehlt hat, waren ein weiches Daumenpad zum Nase abwischen und eine kleine Scheibenwischer-Gummikante am Zeigefinger zum Brille putzen, die viele andere Handschuhe aufweisen. „Diese finde ich echt immer super nützlich mit wenig ästhetischem Verlust an der Handschuhoptik.“

deuter Rucksack Freescape Lite im Test
EVOC Rucksack FR Pro 20 im Test

Rucksäcke von deuter und EVOC

Neben dem geringen Gewicht, das Matze gar nicht genug betonen konnte, fielen ihm beim Freescape besonders der für deuter bekannte Tragekomfort und die vielfältigen Verstauungsmöglichkeiten auf. Dennoch war ihm persönlich der Stauraum fast zu begrenzt. Wer Ausrüstung, Extrakleidung sowie Thermoskanne und Fotoequipment mitnimmt, muss wirklich optimal packen. Das Obermaterial ist sehr robust. Die scharfen Kanten von Snowboard, Schneeschuhen und Stockspitzen konnten dem Material auch nach mehrmaligem Gebrauch nichts anhaben.

Zwar schöpft der Freescape light sein volles Potential beim Schneetourengehen aus, aber Matze hebt auch die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten bei anderen Sportarten hervor: „Man kann ihn locker als Daypack zum Wandern nutzen (im Sommer oder Winter) oder auch zu Schneeschuhwanderungen und auf der Piste.“ Das ist ein weiterer Nachhaltigkeitsfaktor, denn je weniger Ausrüstung du für unterschiedliche Aktivitäten brauchst, desto besser ist es.

Für den Einsatz beim Snowboarden besonders wichtig sind der flexible Rückenprotektor sowie andere Sicherheitsmerkmale bei Felix‘ EVOC FR Pro 20, die ihre Wirksamkeit aber glücklicherweise nicht unter Beweis stellen mussten. Der Protektor passt sich zusammen mit dem Bauchgurt perfekt dem Rücken an. Dieser erhielt tatsächlich ein besonderes Lob von Felix: „Er ist angenehm breit und dehnbar und sorgt damit für perfekten Sitz in allen Situationen. Auch bei Sprüngen bleibt der Rucksack daher dort, wo er soll, und wandert am Rücken nicht ruckartig auf und ab.“

Der Reißverschluss lässt sich über die gesamte Länge des Rucksacks öffnen, sodass Felix leicht an das große Hauptfach herankam, was er als großen Vorteil gegenüber Toploadern wahrgenommen hat. Besonderes Feature ist das oberhalb angebrachte Brillenfach, das mit weichem Stoff ausgekleidet ist, um die Gläser der Ersatzbrille zu schonen.

Berglandschaft mit Schnee

Fazit

Matze und Felix waren durch die Bank weg von ihren getesteten Produkten begeistert. Kleine Abstriche machte Matze beim Reißverschluss der Jacke und beim Stauraum des deuter-Rucksacks, aber das ist natürlich auch eine Frage des individuellen Packverhaltens. Positiv stechen die unzähligen Verstauungsmöglichkeiten beim Freescape Lite sowie sein geringes Gewicht hervor. Außerdem war Matze von der Wärmeisolierung der PICTURE-Bekleidung sowie der Handschuhe voll und ganz überzeugt. Matzes Empfehlung: „Vor allem die sehr warme Jacke ist perfekt für Personen, die schnell frieren und eine zuverlässige Jacke auch bei zweistelligen Minusgraden suchen.“

Felix war besonders von der U66 Jacke begeistert: „Vor allem glaube ich, dass die Jacke viele, viele Winter überleben wird! Ein weiterer Pluspunkt: In diesem Preissegment findet man vermutlich viele andere, aber keine die so fresh ausschaut wie die U66 Jacke.“ An der U77 Latzhose gefielen ihm besonders die kleinen Details wie der Kantenschutz sowie die integrierten Gamaschen. Auch der EVOC-Rucksack konnte mit seiner optimalen Passform überzeugen. Die Hestra-Handschuhe wird Felix vermutlich noch viele Jahre weiter tragen. Nachhaltigkeitsorientierte Produktion und Qualität sowie Funktionalität gehen bei den genannten Marken und Produkten also gut zusammen.

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