Merino Winterkleidung: Warm dank Schichten

Merinowolle von Kopf bis Fuß

Sich dem Wetter entsprechend anzuziehen, ist eine hohe Kunst. Aber wie soll das möglich sein, wenn die Vorhersage in kurzen Abständen zwischen Extremen hin- und herpendelt? Mit den richtigen Schichten aus Merinowolle brauchst du nicht mehr darüber nachzudenken, was dich in Sachen Wetter erwartet. Du bist einfach bereit für alles!

Merinoschafe sind wie Chamäleons. Die karge Landschaft, in der sie leben, setzt sie eisiger Kälte im Winter und brüllender Hitze im Sommer aus. Die Wolle dieser ganz besonderen Schafe muss also sowohl wärmen als auch kühlen, weshalb sie im Sommer nur einen dünnen, sehr luftigen „Mantel“ tragen. Pünktlich zum Winter kommt noch eine dicke Schicht Wolle dazu, mit der sie der Kälte trotzen.

Auch du kannst so schlau wie diese Schafe sein und deine Temperatur mit Schichten aus Merinowolle optimal regulieren. Du kombinierst sie einfach je nach dem Wetter und deinen Bedürfnissen – so ist dein Outfit auf deinen Abenteuern immer perfekt angepasst.

Dank innovativer Gewebe aus 100 % Wolle, wie zum Beispiel Shell+ von Icebreaker, kannst du für jede Schicht vom Unterhemd bis zur Jacke komplett Wolle tragen.

Von innen nach außen ganz in Wolle

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Schicht 1 – Leitet Feuchtigkeit ab

Die Schicht direkt auf deiner Haut ist wahrscheinlich die wichtigste, weil sie die Grundlage für alle anderen Schichten legt. Wenn es kalt ist, hält sie dich warm. Ihre wichtigste Funktion ist aber, dich trocken zu halten, indem Schweiß schnell und effektiv von deiner Haut abtransportiert wird.

In Sachen Unterwäsche ist Merinowolle eine Klasse für sich. Sie leitet Feuchtigkeit schnell weg, kratzt nicht und fühlt sich auf der Haut wunderbar weich an. Obendrein bekämpft sie auch unangenehme Gerüche durch eine Substanz namens Keratin. Sie hemmt die Vermehrung von Bakterien, die ansonsten in vollgeschwitzter Sportkleidung florieren. Anders als bei Unterwäsche aus Synthetik ist Waschen nach jedem Tragen bei Merinokleidung oft nicht nötig und einmal ordentlich Durchlüften reicht. Das ist perfekt für Mehrtagestrips – jeden Tag frische Wäsche!

Merinounterwäsche gibt es in verschiedener Stärke, die jeweils für bestimmte Jahreszeiten und Aktivitäten optimiert ist. Hier gibt es erste Anhaltspunkte, was zu deinen Abenteuern passen könnte:

  • Bereit für den Winter: 250 g/m². Passend für mäßig anstrengende Aktivitäten in kaltem Wetter oder wenn du auf die Mittelschicht verzichten möchtest und mit der Unterwäsche für mehr Wärme sorgen möchtest.
  • Das ganze Jahr: 200 g/m². Perfekt zum Skifahren, Herbstwanderungen oder Camping in kühlen Sommernächten.
  • Sommer und Sport: 150 g/m². Merinowolle funktioniert auch fantastisch, wenn es heiß wird. Dünnere Kleidungsstücke kühlen dich effektiv.

Schicht 2 – Hält die Körperwärme bei dir

Die mittlere Schicht ist die Schicht, die dafür sorgt, dass deine Körperwärme nicht nach draußen verpufft, und gleichzeitig Feuchtigkeit vom Körper und dem Baselayer aufnimmt. Kein Material übernimmt diese Aufgabe effektiver als Merinowolle mit ihrer Struktur aus dünnen Fasern und dichten Kringeln. So entstehen kleine Luftkammern, die deine Körperwärme förmlich einsperren. Gleichzeitig kann Merinowolle bis zu 30 % ihres eigenen Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Und obendrein wird durch das Aufnehmen von Feuchtigkeit eine chemische Reaktion angestoßen, die Wärme erzeugt. So bleibst du warm, auch wenn deine Kleidung durchnässt ist.

Mit der mittleren Schicht hast du einen riesigen Spielraum. Nutze sie, wenn du die Wärme wirklich brauchst, und zieh sie aus, wenn du anfängst zu schwitzen. Mit diesen Tipps greifst du bestimmt zur richtigen Mittelschicht:

  • Wenn es heiß ist oder du dich richtig verausgaben möchtest, dann ist es am wichtigsten, Schweiß effektiv abzutransportieren. Ein Baselayer mit einer Außenschicht ist wahrscheinlich ausreichend. Verzichte auf die mittlere Schicht oder pack sie für Pausen in den Rucksack.
  • Wenn du im Winter draußen Sport machen möchtest, dann ist eine dünne mittlere Schicht mit luftigeren Zonen optimal. Alternativ kannst du zu einer isolierten Weste greifen, die deinen Rumpf effektiv warmhält.
  • Für den Alltag oder auf der Skipiste, wenn du viel Zeit beim Warten oder im Lift verbringst, brauchst du bessere Wärmeleistung. Eine dickere Mittelschicht oder gleich zwei sind eine gute Idee.

Schicht 3 – Schützt vor Wind und Wasser

Die äußerste Schicht ist dein Schutz vor schlechtem Wetter. Wenn deine Abenteuer dich regelmäßig an Orte wie Berggipfel führen, wo es keinen Schutz gibt, dann ist eine Hardshell-Jacke eine sichere Bank. Gleichzeitig muss auch die äußerste Schicht Schweiß zuverlässig nach außen leiten können, sobald dein Herz schneller schlägt, sonst wird du nach und nach von innen durchnässt. Deswegen ist eine wasser- und windabweisende Softshell-Jacke oft die bessere Wahl, weil sie atmungsaktiver ist als die vollständig wasserdichte Hardshell.

Unterwäsche und Mittelschichten aus Merinowolle sind nichts Neues. Dank des technischen Fortschritts der letzten Jahre sind die Anwendungsgebiete von Wolle aber deutlich ausgeweitet worden. Du kannst jetzt von innen nach außen komplett Merino tragen – sogar als äußerste Schicht. Vor ein paar Jahren gab es die ersten Experimente in diese Richtung, heutzutage ist Shell+ von Icebreaker die neueste Entwicklung auf diesem Gebiet.

Wie funktioniert Wetterschutz aus Merino?

Ein Teil der Antwort auf diese Frage ist im Lanolin zu finden, einem in Wolle enthaltenen, natürlichen und wasserabweisenden Fett. Der andere Teil sind Verfahren, die Merinowolle in ein so dichtes Gewebe verarbeiten, dass Wind keine Chance mehr hat, durchzudringen.

Icebreaker benutzt eine Webtechnik namens Optim, bei der die Merinofasern gedehnt werden, bevor sie zu Garn gesponnen und dann in ein Gewebe verarbeitet werden. Wenn dieses Gewebe dann in einem späteren Schritt nass behandelt wird, ziehen sich die Fasern wieder zusammen, was zu einer sehr kompakten Gewebestruktur führt. So erhält man eine wetterfeste Jacke mit allen natürlichen Eigenschaften von Wolle. Um noch besser mit Regen fertig zu werden, wird Shell+ mit einer PFC-freien Imprägnierung behandelt.

  • Eine Jacke aus Merinowolle schützt dich vor schlechtem Wetter und bietet gleichzeitig unerreichte Wärme und Atmungsaktivität.
  • Synthetische Kleidung besteht aus Plastik und ist leicht entzündlich. Eine Jacke aus 100 % Wolle ist deswegen eine sicherere Option am Lagerfeuer, weil Wolle nicht leicht entzündlich ist und nicht mit offener Flamme brennt.
  • Jacken mit kleinem Packmaß kannst du einfach im Rucksack verstauen, wenn du sie gerade nicht benötigst.

Accessoires

Fang auch bei deinen Accessoires an, in Schichten zu denken. Für immer wohltemperierte Hände kannst du mit einem dünnen Liner-Handschuh und einem dickeren Handschuh arbeiten. Wenn das Wetter richtig mies wird, passt auch noch ein Shell-Handschuh drüber. Auf dem Kopf kannst du ein dünnes Stirnband tragen, das während einer Pause durch eine wärmere Mütze ergänzt wird.


Ein paar Tipps zum Schluss

Wenn du Schichten trägst, kannst du deine Bekleidung konstant an wechselnde Bedingungen anpassen. Alle Kleidungsstücke solltest du leicht an- und ausziehen können, wenn du es musst, um genau den Schutz zu bekommen, den du gerade benötigst. Wir haben uns auf drei Schichten konzentriert, aber natürlich kannst du auch mit noch mehr Schichten arbeiten. Wenn extreme Kälte es verlangt, dann zieh einfach eine Mittelschicht mehr an. Achte aber darauf, dass die Schichten nicht zu eng übereinander liegen. Zwischen ihnen sollte immer noch ein bisschen Platz sein, denn diese Luftkammern schützen dich wirklich vor der Kälte.

Hier gibt’s mehr Infos zu Merino
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