Das Hainveilchen

Ein lila Blümchen für die Küche

Das Hainveilchen, lat. Viola riviniana, gehört zu der Familie der Veilchengewächse und ist nach dem deutschen Mediziner, Botaniker und Astronom August Quirinus Rivinus benannt. Sie ist ebenso unter den Namen Hain-Veilchen und Veilchen des Hains bekannt.

Aussehen und Ernte

Eine Kamille ohne Blütenblätter

Die Wuchshöhe des krautigen, grünen Hainveilchens beträgt bis zu 30 Zentimeter. An ihrem dünnen Stiel wachsen herzförmige Hauptblätter mit leichter Kerbung am Rand. Ihre schmalen Nebenblätter laufen spitz zu. Ihre fünf bis zu zwei Zentimeter langen Kronblätter fallen durch ihre hellviolette bis blaue Färbung auf, wie der Name Viola (violette Veilchenfarbe) bereits verrät. Aufgrund ihrer symmetrischen Wuchsform erscheint die Blüte rechteckig. Die Blütenmitte, der sogenannte Sporn, ist weiß. Aus der Mitte wächst eine sehr hell gelbliche Blütennarbe und fünf Staubblätter.

Der Geschmack der Blüte des Hainveilchens ist blumig-frisch, die Blätter schmecken mild. Allerdings fehlt ihr jeglicher Duft.

Um die Blüten und Blätter zu ernten, zupfst du sie einfach von der Pflanze ab.

Vorkommen und Saisonalität

Hier findest du die hübsche Blume

Besonders in Nordeuropa, allerdings nicht in Gebirgsregionen, findest du die Viola riviniana. Der Name des Veilchens verrät bereits, dass es sich im Hain, also in lichten Laubwäldern, unter Eichen, Birken und Buchen zu Hause fühlt. Im Hain wächst die Blume an halbschattigen Standorten auf frischem, mäßig nährstoffarmen bis mäßig nährstoffreichem Boden. Das Hainveilchen zeigt sich aber auch in lichten Gebüschen, auf frischen Wiesen und sogar in Gärten. An einer Pflanze wachsen mehrere Blüten und Kornblätter, sodass du das Hainveilchen zur Blütezeit von Mai bis Juni in Fülle ernten kannst.

Verwechslungsgefahren

Die große Veilchenfamilie

Die Viola riviniana kann sehr einfach mit anderen Veilchen verwechselt werden. Ihre Kronblätter sehen sich sehr ähnlich und die blau-violette Farbe findest du bei vielen Veilchen wieder. Solltest du ein anderes Veilchen statt einem Hainveilchen gepflückt haben, so ist das kein Grund zur Sorge, denn jede Art ist essbar. Du erkennst das Hainveilchen eindeutig an ihrem fehlenden Geruch und der eher farblosen Blütenmitte. Viele andere Arten haben eine stark gelbe bis orangefarbene Mitte. Obendrein wachsen die Nebenblätter des Hainveilchen deutlich dichter als die anderer Veilchen.

Gesundheitliche Vorteile

Das Wunderblümchen wirkt innen und außen

Das Hainveilchen hat ähnliche Wirkungen auf die Gesundheit wie das bekanntere Duftveilchen. Die Pflanze wirkt nicht nur entspannend und kann so bei Nervosität oder Angstzuständen helfen, sondern ist ebenso wirksam gegen Erkältungen und Grippe. Hier wirkt die Pflanze abschwellend, antibakteriell, entzündungshemmend, schmerzlindernd, krampf- und schleimlösend und kann deinen Husten, Fieber, aber auch deine Blasen- oder Nierenentzündung und Magenkrämpfe natürlich bekämpfen. Kalter Veilchentee wird von außen angewandt.

Zubereitung, Verwendung und Lagerung

Vom Hain in deine Outdoor-Küche mit der Viola riviniana

Sowohl die Blüten als auch die Blätter vom Hainveilchen sind roh essbar. Du solltest beides allerdings vorher vorsichtig mit Wasser abwaschen und sanft trocken tupfen.

Aus den Blüten lässt sich wunderbar Marmelade und Tee herstellen. Sie passen perfekt zu Reis, Suppen oder Salaten. Magst du es süß, kandierst du die Kronblätter mit Zucker. Kandierte Veilchen kannst du pur verspeisen oder sie nutzen, um Kuchen und Desserts zu verfeinern. Die Blätter fügst du zu deinem Salat hinzu oder mischt sie in deinen Smoothie.

Leider lässt sich das frische Hainveilchen nicht lange aufbewahren, da die Blüten und Blätter bereits nach ein bis zwei Tagen anfangen zu verwelken. Lediglich als kandiertes Veilchen sind sie in einem Metallbehälter mehrere Wochen bei Zimmertemperatur haltbar.

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