CAMPZ Dream Tour

Marius und Elli auf großer Tour nach Norwegen

Mit der CAMPZ Dream Tour haben wir drei Wochen Freiheit unter den Leuten verschenkt, die uns auf Instagram unter #campzdreamtour die überzeugendsten Gründe nennen konnten. Am Ende machte Marius das Rennen. Hier erzählt er zusammen mit seiner Partnerin in crime Elli von dem Plan, zusammen in einem Hymer-Camper Norwegen unsicher zu machen. Vor ein paar Tagen sind die beiden aufgebrochen – Zeit sie kennenzulernen!

Marius & Elli mit ihrem neuen Zuhause
Stellt euch doch mal gegenseitig vor!

Marius: Das ist die Elli. Sie ist 26 Jahre alt, macht seit Oktober ihren Master in Psychologie in Trier. Sie hat schon mal ein Jahr ganz im Norden von Norwegen gelebt, was Teil unserer Inspiration ist, noch mal dorthin zu wollen. Wir sind beide voll outdoor- und naturverliebt und wandern megagerne, was uns auch sehr verbindet.

Elli: Marius ist 25 Jahre alt und kommt hier aus der Ecke von Trier. Er studiert BWL und macht jetzt gerade seinen Bachelor fertig.

Was genau macht euch denn outdoorverrückt?

Marius: Ich habe voll früh mit Mountainbike-Fahren angefangen und bin mit meinen Eltern schon immer in die Berge gefahren. Wir waren oft in Österreich oder Südfrankreich wandern. Richtig angefangen hat das bei mir aber, als ich ein Jahr in Kanada in den Bergen gelebt habe. Da habe ich im Skigebiet gearbeitet, bin jeden Tag Snowboard gefahren und habe mich voll in die Berge verliebt. Seitdem nutze ich jede Möglichkeit zum Wandern, draußen schlafen, Backpacken, Klettern, Zelten … Halt alles, was man in den Bergen machen kann. Jetzt hier in Trier ist das mit den Bergen schwierig, aber wandern und zelten oder biwakieren hier ist auch schön. Und wir freuen uns, jetzt mal wieder in die Berge zu fahren!

Marius, als er die Natur wirklich für sich entdeckt hat

Elli: Ich war schon immer gerne in der Natur und ich habe mich letztens daran erinnert, dass ich in meiner Kindheit auf dem Dorf in Unterfranken schon öfter gedacht habe, dass die Natur hier so blöd ist, weil alles eingegrenzt und so ordentlich ist. Ich habe mich schon immer nach mehr Natur gesehnt, weshalb ich es hier in Trier auch sehr genieße. In meinem Auslandsjahr in Tromsø habe ich das ganz neu entdeckt, weil es da Ecken gibt, wo du echt eine ganze Weile niemanden triffst und ganz alleine bist mit der Natur. Schneeschuhwanderungen mit Übernachtungen in Hütten zum Beispiel haben mein Fieber noch mal geweckt. Und selbst wenn ich jetzt wieder in Deutschland lebe, möchte ich es mir nicht nehmen lassen, draußen zu schlafen und voll in die Natur einzutauchen.

Habt ihr denn schon Erfahrungen mit einem Wohnmobil oder Vanlife gemacht?

Marius: Ich war noch nie mit einem Van unterwegs. Klar habe ich mal in den Bergen auf einer Matratze zusammengekauert im Kofferraum geschlafen, aber ich habe noch nie so richtig Vanlife erlebt.

Elli: Ich habe auch bisher nur im Kofferraum geschlafen. Wir glauben aber, dass es richtig cool ist, eine Klimaanlage zu haben und richtig Musik hören zu können. Wenn wir mit unseren Klapperkisten fahren, dann müssen wir immer die Fenster runtermachen, damit es nicht zu heiß wird. Wir haben uns die Wohnmobile von Hymer schon mal im Internet angeschaut, die sehen so schön aus, so luxuriös. Vielleicht sogar ein bisschen zu luxuriös? Ich glaube auch, dass es einen Riesenunterschied macht, gut zu schlafen. Das wäre nicht das gleiche, drei Wochen in Norwegen im Zelt zu schlafen. So können wir Zelt und Wohnmobil kombinieren und haben immer eine Base.

Braucht man mehr, um glücklich zu sein?

Marius: So sind wir auch flexibel und spontan. Wir können kochen, wir haben Wasser, können auf die Toilette gehen oder duschen … Das verändert den Trip schon, wir sind an nichts gebunden und können dahin, wo das Wetter gerade schön ist und an welche Strände wir wollen. Mit Blick aufs Meer einschlafen und wieder aufwachen ist schon ein Traum.

Elli: Deswegen haben wir uns auch für Norwegen entschieden. Erst wollten wir Richtung Portugal, weil es da an der Küste und in Spanien megacoole Hot Springs gibt. Das war uns dann aber alles zu heiß im August und in Norwegen kann man gut mit dem Camper stehen, ohne Ärger zu bekommen.

Marius: Wir finden da auch unberührte Wildnis, die wir hier in Mitteleuropa vielleicht nicht so finden. Und die Kombination aus Meer und Bergen ist in Norwegen echt einzigartig, ich weiß nicht, wo man das sonst finden würde. Auf diesen kleinen Inseln zwischen Bergen und Trondheim stehen Berge, wo es vom Meeresniveau direkt auf 700 Meter geht. Das ist einfach megaschön.

Elli vor ein paar Jahren im hohen Norden Norwegens
War es denn nur die Landschaft, die euch da hingezogen hat?

Elli: Tatsächlich wollte ich, als ich in Norwegen studiert habe, auch gerne einen Roadtrip von dort oben nach Deutschland machen, was aber unter anderem wegen Corona nicht ging. Deswegen stand der Roadtrip auch noch auf meiner inneren Liste, auch um den Süden von Norwegen noch kennen zu lernen.

Wie weit ist das denn alles von Trier weg und was erwartet euch da?

Marius: Uns erwarten viele Fjorde und Berge. Es gibt keine gerade Straße, du fährst immer kreuz und quer ums Wasser herum oder über einen Pass. Die Distanzen sind unglaublich, von hier bis auf die Lofoten sind es mit dem Auto nach Trier über 3000 Kilometer, das ist fast so weit wie nach Kasachstan. Der Süden Norwegens ist aber nur ungefähr halb so weit. Wir haben auf Google Maps mit Hilfe von Social Media und Travelblogs ein paar Sachen rausgesucht und auf einer Karte alles markiert. Von den bekannten Sachen wolllten wir zum Beispiel gerne die Wanderung zur Trolltunga machen. Besseggen steht auch auf der Liste, das sind zwei Seen auf unterschiedlichen Niveaus, wo man über einen Grat wandern und auf beide Seen runtergucken kann. Mit den SUPs auf den Fjorden und Seen rumpaddeln, wird auch ein Highlight. Wir schauen dann, wie das Wetter ist, die Freiheit haben wir zum Glück mit dem Wohnmobil.

Elli: Wir haben eigentlich nicht geplant, in die Städte wie Oslo oder Bergen zu fahren. Wir wollen eigentlich direkt Richtung Küste fahren und dann sind da vor allem zwischen Bergen und Ålesund die Spots, die uns interessieren.

Die SUP-Boards sind direkt am ersten Tag zum Einsatz gekommen
Was habt ihr denn noch so vor?

Elli: Es wäre schon cool, mal ein Kajak zu mieten und ein bisschen weiter raus zu kommen als mit den SUPs. Mit einem Kajak kannst du einfach viel besser Strecke machen. Vom Wasser aus sieht einfach alles anders aus als vom Land. Wir haben noch ein paar Yogamatten bekommen. Wir dehnen uns vielleicht ein bisschen und sagen, dass wir Yoga gemacht haben … Im Ernst: Ich habe keine Yoga-Routine mehr. Aber ich hatte die mal und das hat mir und vor allem meinem Rücken sehr gutgetan. Es gibt auch so Surfstrände, vielleicht probieren wir auch mal zu surfen. Die Strände möchten wir uns auf jeden Fall anschauen!

Ist es da nicht viel zu kalt für?

Elli: Auf den Lofoten gibt es Surfcontests, weil es da supergute Wellen gibt. Aber das Wasser ist schon megakalt, die nennen das „Arctic Surfing“. Ich war da selber noch nicht surfen, aber du musst wohl einen richtig dicken Neoprenanzug anziehen, in dem du dich an Land kaum bewegen kannst. Und im Sommer soll es eigentlich gehen, da ist ja auch der Golfstrom, der das Wasser relativ angenehm macht. Und weiter im Süden können wir sogar im Meer baden.

Marius: Das mit dem Baden geht sicher, wie angenehm das wird, ist eine andere Sache … Aber ich gehe auf jeden Fall rein, wenn wir am Meer sind, lasse ich mir das nicht nehmen.

Die beiden haben sich ganz schön was vorgenommen
Welche Tools habt ihr denn benutzt, um eure Reise zu planen?

Marius: Nicht so viel außer Google Maps und Travelblogs. Ich plane gerne mit My Maps, da kannst du einzelne Spots markieren, denen Kategorien zuweisen und mit verschiedenen Ebenen planen. Park4night werden wir nutzen, um Stellplätze für den Camper zu finden. Manchmal zoome ich auf der Karte auch einfach voll rein und gehe mit der Maus die Küste entlang und schaue dann, wo man auf Straßen hinkommt. Vielleicht schaue ich dann noch auf Google Earth, wie die Aussicht ist.

Habt ihr denn einen groben Plan, wie lange ihr nach Norden fahrt und wann es wieder zurück Richtung Süden geht?

Marius: Eine grobe Route haben wir im Kopf, aber wir genießen voll die Freiheit, die uns der Van gibt. Wir gehen da einfach mit dem Flow und da oben ist es auch recht regnerisch. Deswegen suchen wir jetzt ein paar Orte aus und schauen dann spontan, wie es am besten wird. Die Frage ist vor allem, wo wir zuerst hinfahren und ob wir zuerst links- oder rechtsherum fahren. Einfach die Straße entlangzufahren, einen schönen Spot zu finden, den Camper abzustellen und erst die SUPs rauszuholen und dann einen Kaffee zu trinken, ohne weiterzumüssen … Die Freiheit macht den Trip voll aus.

Elli: Wir hoffen so ein bisschen, dass es in Norwegen alles auch spontan klappt, ohne superviel planen zu müssen. Wenn du durch Mittel- und Südeuropa fährst, dann musst du viel mehr planen, um gute Spots zu finden. Vielleicht haben wir auch ein falsches Bild von Südnorwegen, das kennen wir ja beide noch nicht.

Über zu wenig Ausrüstung können sich die beiden jedenfalls nicht beschweren
Was liegt euch an der Reise denn noch besonders am Herzen?

Elli: Marius hat sich extra ein Objektiv für seine Kamera ausgeliehen!

Marius: Ich habe richtig Lust aufs Fotografieren! Das Fotografieren fällt hier beim Studium auch ein bisschen raus, und jetzt bald mit dem Van in den Bergen am Meer unterwegs zu sein, ist ein absoluter Traum. Ich habe mir für meine Nikon D7200 jetzt noch ein 24-70 geliehen. Das sind gut investierte 1,5 Kilo, die ich mit mir rumschleppe, wenn wir auf dem Berg schlafen und dann den Sonnenaufgang dort oben erleben.

Das heißt ihr wollt nicht immer im Wohnmobil schlafen?

Elli: Man kann da ganz gut mit Aussicht schlafen. Wir möchten auch ein paar Nächte zelten. Wenn wir dann morgens wieder zum Wohnmobil kommen, schlafen wir wahrscheinlich den Tag über drinne, weil wir auf dem Berg nicht gut geschlafen haben …

Marius: … oder um 4 Uhr aufgestanden sind, um schöne Fotos vom Sonnenaufgang zu machen. Das werden ein paar Nächte mit relativ wenig Schlaf, aber das ist es voll wert.

Marius liegt seine Kamera besonders am Herzen
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